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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 1. §. 1],

allmälig verschwindende Staaten auflöste. Neben diesen beidenerhob sich im Jahre 297 (910) das dritte Chalifat, c) das der BenüFathimiün oder Fathiiniden in Aegypten und Syrien , das sichbis 463 (1171) erhielt. Dazu kam aber nach und nach eine schnellwechselnde Anzahl kleinerer Staaten, die sich von einem oder demandern jener drei grossen Chalifate bald losrissen, bald sich wie-der unterwarfen. Endlich 4) die Zeit nach der Eroberung Bag-dads und dem Untergange der drei grossen Chalifate bis auf denheutigen Tag.

Dieselbe Zeiteintheilung lässt sich aber wegen zu grosser Un-gleichheit des Gehalts der vier Abschnitte weder der Literaturge-schichte überhaupt noch vollends der Geschichte der Botanik zumGrunde legen. Ist mir nur gestattet, die dritte und reichste Pe-riode ein wenig über ihre untere politische Grenze hinaus zu er-weitern, so genügt es, dass wir bei ihr länger verweilen, die zweitekurz berühren, die erste und vierte als leere Fächer ganz über-springen. Denn war gleich die Schreibkunst den sesshaften han-deltreibenden Bewohnern arabischer Städte schon vor Moliammadnicht völlig unbekannt, dictirte gleich der Profet selbst zuweilenBriefe an auswärtige Regenten: so gab es doch während der gan-zen ersten Periode keine arabische Literatur ausser einigen Moalla-qadts (Preisgedichten, aufgehangen bei der heiligen Ivaba) undden Koran , dessen zerstreute auf Palmblätter Lederstücke flacheKnochen und anderes rohes Schreibmaterial gekritzelte, oder garnur dem Gedächtniss der Gläubigen anvertraute Suren erst Abu Bakr sammeln und erst Otsmän in die noch bestehende Ordnungbringen liess. M T ie es in der zweiten Periode um die Literaturstand, davon legt Abul Farag 1 ) folgendes Zeugniss ab;Zu An-fang des Islam wandten die Araber ihren Fleiss nur auf die Kundeihrer Sprache und ihres Gesetzes, ausgenommen dass Einigen unterihnen die Medicin bekannt war, und von den Meisten gebilligtward, weil sie den Menschen ein Bedürfniss ist. So war der

1 ) Abul Pharajii histnria compendio-a dynastiarum. Arabice et Latir.e versaab Ed. Pococke , pag. 160.