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Dritter Band.
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Buch X. Kap. 3. §. 17.

der wiener Handschrift abdrucken. Da heisst es nun: Das Werkdes Dioskorides wäre übersetzt zu Bagdad zur Zeit Motawakkil’s(regierte 847 — 861) von Stephanos dem Sohn des Basilios,und revidirt durch H’onain Ben Isliaq. Statt der griechischenNamen der Heilmittel hätte Stephanos, wo er sie kannte, die ara-bischen gesetzt, wo nicht, die griechischen beibehalten in derHoffnung, Gott würde schon jemand erwecken, dem sie bekanntwären, und der sie übersetzte. So hätte man sich des Werks be-dient, sowohl in Spanien als auch im Orient, bis der Kaiser Ro-manos (II, Sohn und Mitregent des Konstantinos Porphyrogenne-tos) von Konstantinopel aus dem spanischen Chalifen Abd ArraK-mdn (III.) im Jahr 337 (1)48— 949) unter andern kostbaren Ge-schenken auch einen griechischen Dioskorides, geziert mit bewun-dernswürdigen Abbildungen aller Pflanzen, und einen lateinischenOrosius übersandte. Weil sich damals aber kein des GriechischenKundiger in Spanien fand, so erbat sich der Chalif vom Kaisereinen Mann, welcher der griechischen und lateinischen (in Spanien wohlbekannten) Sprache mächtig wäre, als Dolmetsch; und der Kai-ser sandte darauf im Jahr 340 (951 — 952) den gelehrten MönchNikolaos, welcher vielen nach genauerer Kenntniss der einfachenHeilmittel begierigen Aerzten in Cordova Unterricht im Griechi-schen ertheilte, und gemeinschaftlich mit ihnen die noch unent-zifferten griechischen Namen bei Dioskorides arabisch auszudrückensuchte; was denn auch bis auf wenige Ausnahmen gelang. — Soweit Ibn G’ olgol, der sich selbst noch des Umgangs mit Niko-laos und dessen Schülern, unter denen Abu Abdallah Aszsza-kali hervorragte, aus frühem Jahren rühmte, und sich auch, wiewir später (§. 22) sehen werden, durch eigene Werke um das Ver-ständnis des Dioskorides und die genauere Kenntniss der einfachenHeilmittel überhaupt verdient machte. Mir scheint aus dem allenhervorzugehen, dass sich jene Männer in Spanien mit kritischenUntersuchungen über die bei Dioskorides vorkommenden Namender Heilmittel begnügten, und keineswegs, dass sie eine neue voll-ständige Uebersetzung des Dioskorides lieferten. Ich vermag letz-teres weder aus Ibn G’olgols eigenen Worten noch aus dem, was