Band 
Dritter Band.
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161
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Buch X. Kap. 4. §. 20. 161

Viertes Kapitel.

Arabische Schriftsteller über einfacheArzneimittel.

§■ 20 .

Isllaq Ben Amrän und Abu Il’anifadt Addainüri.

Ausser den Schriftstellern, deren noch vorhandene Werke bo-tanischen Gehalt darbieten, führe ich nur noch diejenigen hier an,von denen uns Ihn Baithär Pflanzenbeschreibungen aufbewahrte.Ich übergehe daher die Aerzte der ersten Hälfte und Mitte desneunten Jahrhunderts, und beginne sogleich mit isllaq Ben Amränund Abu H’anifadt, die beide auf' der Grenze des Jahrhundertsstehen.

Isllaq Ben Amrän 1 ) (bei Wüstenfeld nr. 77, nach Ibn AbiOszaibiah, dessen Text Wüstenfeld im Anhänge pag. 7 abdruckenHess) stammte aus Bagdad , und gehörte zu den ausgezeichnetstenAerzten seiner Zeit, Hess sich aber durch Versprechungen desAglabiten-Fiirsten Zijaditallah verlocken, nach Qairowän (Kyrenä)überzusiedeln, wo er eine Zeit lang in der Gunst seines Herrnschwelgte, dann in Ungnade fiel, wider das schriftlich gegebneVersprechen, dass er zurückkehren könne, wann er wolle, festge-halten, und endlich gekreuzigt ward. Erst durch ihn sollen Medi-cin und Philosophie in das Reich der Aglabiten verpflanzt sein.Seine Zeit bestimmt Ibn Abi Oszaibiah nicht. Leo Africanus lässtihn 799 sterben. Weil aber Isllaq Ben Solaimän, später Leibarztdes 909 zur Regierung gelangten ersten Fatimiden Abu MollammadObaidallah Almahdi, sein Schüler war, setzt Wüstenfeld mit Rechtvoraus, dass er erst unter Zijaditallah III. hingerichtet sei, dernach Relnu 2 ) von 903 bis 909 regierte. Unter seinen Schriften

1 ) Hamm er - Pur g s I all, Literaturgeschichte d. Araber Band IV, Seite 355,pronunciirt den Namen ungewöhnlich, doch vielleicht richtiger Ben Omrän.

2 ) Rehm, Handbuch der Geschichte des Mittelalters 1, Abtheil . 2, Seite 281 inder Anmerkung.

Meyer, Gesell, d. Botanik. III.

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