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Buch X. Kap. 4. §. 29.
verfertigt man Seile. Ich meine in dieser Beschreibung den Juu-cus acutus nicht verkennen zu können. — Sehr gut beschreibter auch I, Seite 401 die Cassia Fistula. „Es ist ein Baum,sagt er, dessen Frucht sehr bekannt ist. Er wächst bei Alexandrien und in der Umgegend. Von da ward er nach Syrien verpflanzt,wo er gleichfalls häufig bei ßassora wächst; von da nach demOrient bis nach Irak . Er hat die Grösse des Walnussbaums, undähnliche Blätter, nur etwas kleiner, an den Enden stärker zuge-spitzt und härter. Auch denen der Kastanie (?) lassen sie sichvergleichen. Seine Blüthen sind bewunderungswürdig an Schön-heit und Gestalt, wie das Auge selten dergleichen sieht. Sie hän-gen an einer fast eine Elle langen Kachis mit etwa einen Fingerlangen Stielen, an deren Spitze die jasminartigen Blumen mit fünfhochgelben Fetalen erscheinen. Die Blumen sind wie die Stieleetwas gebogen, und hängen herab wie leuchtende Gestirne. Wennsie Frucht ansetzt, so wird die gelbe Blume weiss, vertrocknetund fällt ab. Dann bildet sich die röhrenartigre Frucht in bekann-ter Gestalt, bald länger bald kürzer, ähnelt der Iliilse der CeratoniaSiliqua , und erscheint wie ein Stab von grüner Farbe, der bei derReife schwarz wird.“ — Zum Schluss noch eine Curiosität. So-wohl nach Abul Abbäs I, Seite 75, wie auch nach Ibn Baithurselbst II, Seite 118, ward das Ileliotropium Europaeum(arabisch Szämirjümä, wörtlich Tageswende) in Andälos Tharan-schül oder nach einer andern Aussprache, die wohl die rich-tige sein dürfte, Thornaschul genannt. Das ist unverkennbardas Spanische Tornasol, Sonnenwende, also reine Ueber-setzung des griechischen TIeliotropion; und das Wort t orna re,wenden, fand Diifresne 1 ) schon in einer alten spanischen Hand-schrift vom Jahr 1063, also lange vor der Zeit unsrer beidenBotaniker.
I) Du Fresne glossarium ad scripiores mediae et injhnae lafinitatis , sub vocetornare;c/.retornare.