Band 
Dritter Band.
Seite
231
JPEG-Download
 

131

Buch X. Kap. 4. §. 31.

niemals. Darin war Dietz musterhaft sorgfältig, so dass ein vollstän-diger Abdruck seines magern Auszuges doch manches zur Berich-tio'uno' und Erläuterung der sontheimerschen Uebersetzung beitra-

o n o '

gen würde. Indess geht dieser Auszug grade so, wie die in derBibliothek des Escurials aulbewahrte spanische Uebersetzung vonAmon, nicht über den Buchstaben Ain hinaus; und bei demüberspannten rein mercantilen Werth, welche die Verwaltung derErbschaft des verstorbenen Dietz auf seine nachgelassenen Papierelegt, grenzt jede fernere Bekanntmachung daraus nahe an Unmög-lichkeit. Zur richtigen Beurtheilung Ihn Baithär’s selbst ist esunerlässlich, diese Mängel der sontheimerschen Arbeit stets imAuo-e zu behalten. Gleich bei der zweiten Pflanze unterandern,

Ö

welche Dietz für Daucus aureus oder crinitus D esfont. hält,Sontheimer unbestimmt lässt, wiederspricht Ihn Baithär denen, welchediese Pflanze mit Elaphoboscon Dioscor. verwechselten, und giebtals Merkmal der Unterscheidung an, seine Pflanze habe einen run-den, die des Dioskorides, wie Dietz übersetzt, einen knotigen,nach Sontheimer dagegen einen vierkantigen Stengel. Leidersetzt in diesem Fall keiner von beiden das arabische Wort hinzu;wem sollen wir nun glauben? — Die Anmerkungen und biogra-phischen Nachrichten über einige der von Ibn Baithär citirtenSchriftsteller, die Sontheimer am Schluss seiner Uebersetzung hin-zugefügt hat, sind kaum der liede werth. Erstere gehören grossen-theils gar nicht zur Sache, und letztere sind aus glaubwürdigenund unglaubwürdigen Schriftstellern kritiklos zusammengerafft.

Ich übergehe die andern Werke Ibn Baithär’s, die Ibn AbiOszaibiah anführt, da wir nur ihre Titel kennen, wiewohl auch siezum Theil botanischen Inhalts gewesen zu sein scheinen, und wendemich zur Betrachtung des uns vorliegenden Hauptwerkes selbst.

§. 31.

Ibn Baithär’s Pflanzenkunde und botanische Gelehr-samkeit.

Nach einer ziemlich zuverlässigen Schätzung enthält das alpha-betisch geordnete Werk über 2600 Artikel, wovon nicht völlig die