Band 
Dritter Band.
Seite
257
JPEG-Download
 

257

Buch X. Kap. 5. § 35.

Barür Anthüs. Casiri conjecturirt Rünthüs, und macht darauskomischer Weise den Komiker Rhinto! Banqueri erklärt sichnicht. Der Name kommt an verschiedenen Stellen sehr verschie-den vor: so steht I, pag. 232 Qarür Athfüs, 260 und 289Qarür Athqüs, 293 Barür Aqthüs, 418 und 419 QarürAnthüs. Das allein schon verbietet jede bestimmte Deutung,bevor durch bessere Handschriften die richtige Lesart festgestelltward. Ja man könnte leicht auch den früher angegebenen NamenTharürathiqüs hierher ziehen, wenn er nicht abgesondert vondiesem Namen in derselben Liste stände.

Hiermit scbliesst das Verzeichniss der Alten; es folgen die Jün-gern. Als solche werden jedoch nur die vier wohl bekanntenAraber: Arräzi, Isliaq Ben S olaimän, TsäbitBen Qorradtund Abu H’anifadt Addainüri genannt.

Kam ich in den meisten Fällen nicht weiter als meine Vor-gänger, oder nicht einmal so weit, indem ich, was sie entschiedenzu haben meinten, aufs Neue in Frage stellte, so ergeben sich dochaus der ganzen Untersuchung ein paar, wie mir scheint, nicht ganzunerhebliche Resultate. Erstlich finde ich gar keinen Grund, unterjenen sogenannten Alten neben Griechen und Lateinern auch nochPerser und Inder zu vermuthen, sondern im Gegentheil Grundgenug, sie alle für Griechen und Lateiner zu halten. Schon dieEndung der meisten Namen auf us oder un spricht dafür. MeinHauptargument ist aber, dass von den unzweifelhaft persischen undindischen Namen, die wir bei Ibn Alawwäm noch antreften werden,in dieser Liste kein einziger vorkommt, und dass sich alles, wasIbn H’agjag lehrt, auf spanische Landwirtschaft bezieht. Daszweite Resultat ist, dass wir, wie selten auch Kenntniss fremderSprachen bei den Arabern zu finden sein mag, diesem Arabernothwendig einige Kenntniss des Lateinischen, vielleicht auch desGriechischen Zutrauen müssen. Denn unmöglich können wir an-nehmen, dass all die griechischen und lateinischen Schriftsteller,die wir mit einiger Zuverlässigkeit in seiner Liste erkannten, insArabische übersetzt waren. Schon im §. 14 machte ich darauf auf-merksam, wie nahe sich in Spanien Araber und alte Landesbe-Meyer, Gesell, d. Botanik. III. 17