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Vierter Band.
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Buch XII. §. 1.

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Zerrbild ihres phantastisch ausgeschmückten Paradieses, nur ge-eignet die lediglich für eine höhere Welt erschaffenen Menschendurch Sinnenlust zu umstricken und in Verdammniss zu stürzen.Bei ihnen stand daher jeder Arzt Philosoph oder einfache Freundder Natur im Verdacht der Zauberei. Wie dagegen Aristoteles die Welt darstellte, so war sie ein wundervoll harmonisches Ge-flecht vernünftiger Mittel und Zwecke, und die Erforschung der-selben erschien als des denkenden Menschen würdigste Aufgabe.Gar seltsam musste der plötzliche Uebergang von jener zu dieserAnsicht edlere Gemiither aufregen; er hätte sie vielleicht in dasentgegengesetzte Extrem geworfen, wäre ihnen nicht die langeGewohnheit geistiger Zucht zu Hülfe gekommen, sie vor Ueber-stürzung zu bewahren Weit entfernt, sich an der Iland des Ari-stoteles von der Fessel des strengen Kirchenglaubens los zu machen,setzte man sich selbst in ihm einen zweiten Zuchtmeister, dem mansich freiwillig unterwarf. Zeigten sich auch unverkennbare Ver-schiedenheiten unter seiner Lehre und der der Kirche, so zweifelteman doch nicht, dass sie nur auf Missverständnissen beruheten,welche aufzuklären nun die Aufgabe der Wissenschaft sei.

Wann wo und bei wem zuerst der Funke aristotelischer Na-turphilosophie gezündet, wie sich das anfangs heimliche Feuer all-mälig fortgepflanzt genährt und Luft gemacht, ist schwer nachzu-weisen; in helle Flammen schlug: es zuerst aus bei Albert demGrossen, dem wir schon deshalb, und noch mehr, weil er sichgrade um die Wiedererw eckun g w i s s enschaftli c he r Pflan-zenkunde ein besonderes lange verkanntes Verdienst erworben,die grösste Aufmerksamkeit schuldig sind.

Man könnte einen Schritt weiter zurück gehen, bis auf dieUebersetzer der naturwissenschaftlichen Werke des Aristotelestheils aus dem Arabischen theils aus dem Griechischen. Alleinich besitze dazu weder die Hülfsmittel noch die Gelehrsamkeit,mit denen Jourdain diese Untersuchung so meisterhaft geführt hat,dass ich mich begnügen darf auf sein schon genanntes Werk zuverweisen. Das Wenige, was hier etwa noch ins Besondre vonAlfredus de Sarchel, dem Uebersetzer des Pseudo-Aristoteles,