Buch XII. Kap. 1. §. 2.
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zu Anfang des Jahrs 1245 zu Köln gehaltene Generalkapitel desOrdens. Denn dass er dahin geschickt ward, und nicht ausfreiem Entschluss ging, versteht sich bei einem einfachen Ordens-bruder von selbst. Albert erzählt uns *) von einem castilianischenPrinzen, der zu seiner Zeit des Studiums wegen nach Paris gekommen sei, und ihm dort eine naturhistorische Merkwürdigkeit
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mitgetheilt habe. Ein directes Zeugniss für die Zeit der Ankunftdes Prinzen in Paris fehlt, dass er aber 1245 daselbst studirte undeinen Besuch des Erzbischofs von Toledo empfing, dafür fandEchard das Zeugniss eines spanischen Historikers auf. Fernerbeweist er aus einer Urkunde (pag. 166), worin Albert schon Ma-gister und Theilnehmer an einer geistlichen Berathung genanntwird, dass sich derselbe im Mai 1248 noch zu Paris befand. Inden ersten Tagen des folgenden Jahrs werden wir ihm schonwieder zu Köln begegnen Folglich bleiben für seinen Aufenthaltin Paris nur die drei Jahr 1245—1248 offen, und drei Jahr langwährte damals der Cursus zur Erlangung der akademischen Wür-den der Theologie zu Paris. Nicht ganz fest steht, wo Thomasde Aquino diese Zeit zubrachte. Nach der gewöhnlichen vonJammy angenommenen Meinung ging Albert nicht ehr nach Paris ,bis er an seiner statt seinen Lieblingsschüler als Lector zu Köln zurücklassen konnte, und dieser besuchte Paris zu gleichem Zweckerst nach seines Lehrers Rückkehr von dort. Echard macht esbeinahe gewiss, dass Thomas seinen Lehrer nach Paris begleiteteund unter ihm daselbst f'ortstudirte, wiewohl er die akademischenWürden erst später daselbst erlangte. Ueber den Ruhm, den sichAlbert zu Paris erwarb, herrscht nur Eine Stimme; wenn jedochPetrus (cap. 6, pag. 96) den Zudrang zu seinen Vorträgen so grosssein lässt, dass er sich genöthigt gesehen, sie unter freiem Himmelauf der Platea Magni Alberti, jetzt Place Maubert 1 2 ), zu halten,so gehört das wieder zu den Ausschmückungen seines Lebens, die
1) Albertus Magnus de mineralibus 11 tractat. 111. cap. 1 (opp. vol. 11,pag. 2-38).
2) Nicht Place Aubert, wie Bianco in seiner Geschichte der Universität zuKüln, Band I, Seite 4 irrthiimlich den Platz nennt.
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