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Vierter Band.
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Buch XII. Kap. 1. §. 4.

tet, gleich dem der Mineralien an kein bestimmtes Maass gebun-den zu sein, die Fichte Eiche Palme Ceder und andre Bäumescheinen eines unendlichen Wachsthums fähig zu sein. Freilichhat jede Pflanzenart gewisse Grenzen der Kleinheit und Grösse,die sie nicht überschreitet. Bei vielen liegen aber die beidenGrenzen so w T eit aus einander, dass sie schwer zu bestimmen, undfolglich der Einfluss der Seele auf sie schwer zu erkennen ist. Beider Fortpflanzung endlich ist es die Mannigfaltigkeit und Aus-dehnung derselben über alle Theile der Pflanze, welche die dabeiwaltende Thätigkeit der Seele verdunkelt. Und in dieser Gebun-denheit, in dem Mangel an Sinnes- und Bewegungsorganen, durchwelche sich das höhere thierische Leben manifestirt, liegt der Grund,warum die Wurzel, der Mund der Pflanze, abwärts gegen die Erdegewandt ist. Strömte die Nahrung nicht von selbst herbei, um-gäbe sie die Wurzel nicht unablässig, die Pflanze würde gar keineNahrung zu sich nehmen. Ja was noch mehr, würde die geringeeigenthiimliche 'Wärme der Pflanze nicht von aussen durch dieSonnenwärme unterstützt, jene allein würde nicht einmal hinreichenden eingesogenen Nahrungsstofl’ zu verdauen, und zur Ernährungzum Wachsthum zur Fortpflanzung geschickt zu machen.

Tractatus secundus.

De diversitatibus et anatomia plantar um.

In diesem Abschnitt sollen die Unterschiede der Pflanzen-tlieile und deren Gründe untersucht werden. Folgte ich indess,sagt Albert, nicht dem Aristoteles, sondern mir selbst, ich würdeganz anders zu Werke gehn. Und wirklich setzt er im nächstenBuch seinen Aristoteles wieder bei Seite, klagt über Verworrenheitalles dessen, was die Alten über die Pflanzen hinterlassen, undführt die ganze Untersuchung auf seine Weise noch einmal durch."NVir können daher diesen Tractat ganz übergehen.

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