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Vierter Band.
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Buch XII. Kap. 1. §. 5.

den Donauinseln. Aus den aromatischen Knospen wird das Po-puleon bereitet. Die Blätter auf einer Seite weiss, auf der andernlebhaft grün; doch spreche Plinius auch von einer Art mit fuchs-farbigen Blättern. Albert kannte folglich die Schwarzpappel nicht.Sollte sie wohl gar kein ursprünglich deutscher Baum sein?

Prunus. — Prunus domestica und Armeniaca. Nacheiner vergleichenden Beschreibung des gemeinen Pflaumenbaumsmit dem Mandel- Apfel- und Birnbaum , unterscheidet Albert erst-lich nach der Farbe der Frucht schwarze, rothe, weisse, grüne,gelbe, dann lange und kurze, trocknere und saftreichere, nament-lich die Damascenerpflaume und als die beste von allen die arme-nische, also unsre Apricose.

Quereus. — Quercus sessilis. Einer der ausführlichstenArtikel; nur Einiges hebe ich aus. Das vielbuchtige Blatt hängtzwar lange an den Zweigen, doch endlich fällt es ab. Die Eichelhat keinen besondern Stiel, sondern an den Zweigen sitzen kleineaussen rauhe, innen glatte Becher, und darin keimt die Eichel her-vor (Quercus pedunculata kannte Albert also noch nicht). Sie ist ein-geschlossen von einer harten glatten langen, an beiden Enden ab-gerundeten Schote, und saugt mit ihrem untern Ende aus demBecher. Unter der Schote ist sie noch in eine weiche Rinde ein-gehüllt, die sie selbst secernirt (corticem, qui nascitur ex purga-mento glandis), und ist der Länge nach in zwei gleiche Hälftengespalten, an deren Spitze sich der Keim befindet, zu dessen Er-nährung das Uebrige dient. Darauf folgt die Beschreibung derGalläpfel. Das Insect darin hat xilbert nicht übersehen, lässt esaber durch Generatio aequivoca entstehen.

Ramnus. — Bedeutet bei xVlbert Rubus fruticosus.

Rosa. — Rosa centifolia, alba und villosa. Eine vierte,die er foetida nennt, beschreibt er mit xYvicenna’s Worten, scheintsie also nicht selbst gekannt zu haben. Von ihnen allen unter-scheidet er unter dem Namen Bedegar unsere Rosa rubigi-nosa, unter dem Namen Trib ulus unsere Rosa canina. Darfich seine ohne Erläuterung jetzt unverständlichen Kunstausdrücke,z. B. siliqua floris für calix, mit den gebräuchlichen vertauschen,