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Buch XII. Kap. 1. §. 7.
citirt wird; und wenn Bajde *) darauf erwidert, niemand citire sichselbst lieber als solche Schriftsteller, die ihren Namen geheim haltenwollten, so übersieht er, dass hier allen Umständen nach von ab-sichtlichem Betrüge des Verfassers gar nicht die Rede seinkann, sondern nur von einer betriiglichen Verwechselung der Namendurch einige der Abschreiber, nicht einmal alle, so wie auchdass Alberts Charakter über einen solchen Verdacht hoch erhabensteht.
Anders verhält es sich mit dem Liber aggregationisund den Mirabilibus mundi. Beide sind zwar aus verschie-denen ältern Schriften, doch nicht unwahrscheinlich von derselbenIland zusammengesudelt. Beide enthalten eine Reihe unter sichunzusammenhängender Zauberkunststücke, eingeleitet das erste durcheine Rechtfertigung, das zweite durch eine philosophisch sein sollendeTheorie der Zauberei. „Alle Wissenschaft, sagt der Verfasser desersten im Prolog, ist gut, folglich auch die Wissenschaft der Magie.Alle Wissenschaft kann zu guten und schlechten Zwecken ange-wandt werden, folglich auch die Magie. Darum will ich Albert(egomet Albertus) die Zauberkräfte einiger Pflanzen Steine undThiere lehren, wie sie im Buche Chyrandis und im BucheA1 c o r a t stehen, weil ich deren mehrere wahr befunden habe,und von den übrigen voraussetze, dass sie es auch sind.“ Darauflehrt er, wie man Streit erregen, Liebende entzweien, Liebe er-zwingen, den Kühen die Milch vertreiben, jemand wahnsinnigmachen, die Hunde zum Schweigen bringen, Schlösser ohne Schlüsselöffnen, unauslöschliches Feuer entzünden kann, und mehr derglei-chen zu guten Zwecken anwendbare Kunststücke. Schriebe ernicht gar zu ernst und einfältig, man dächte wohl, er hätte nocheinfältigere Schurken zum Besten.
Wer Alberts des Grossen Schriften kennt, findet in diesemBuche weder seine Sprache, die bei aller Barbarei doch eine ge-wisse Eleganz verräth, noch seine Hauptquelle den Aristoteles, nochseine streng logische Anordnung, noch überhaupt seinen Geist.