Band 
Vierter Band.
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Buch XII. Ivap. 2. §. 8.

Zeit von 1256 bis 1296 fallen muss. Ungefähr dasselbe Alter giebtJourdain (Seite 329 der Uebersetzung) demselben aus folgendenGründen: Bartholomäus kennt noch nicht den Vincentius Bello-vacensis, den Thomas von Aquino, den Roger Bacon, den Aegi-dius Romanus , und er citirt einige aristotelische Werke, von denendie bessern nach dem griechischen Original gemachten Ueher-setzungen in die Jahre 1260 bis 1269 fallen, noch nach den älternund schlechtem aus dem Arabischen abgeleiteten Uebersetzungen.Aber einige Werke Alberts des Grossen benutzte er schon. Dar-aus schliesst Jourdain, wie es scheint, ganz selbstständig, ohneEchards Untersuchung zu berühren, Bartholomäus hätte sein Werkvor, doch nicht lange vor dem Jahre 1260 geschrieben.

Wie beliebt das Werk wenigstens bis zu Anfang des XVI.Jahrhundert’ gewesen sei, beweisen dessen zahlreiche Handschriftenund Ausgaben. Noch fehlt es an einer vollständigen Bibliographiedesselben, doch erschienen die meisten Ausgaben vor 1500, undwurden daher von Hain, w T enn gleich unter dem irrigen Namendes Bartholomaeus de Glanvilla, den nicht eine einzige Ausgabeführt, doch sonst mit gewohnter Accuratesse beschrieben. Es sindihrer 14 sämmtlich in Folio, wozu vielleicht noch eine fünfzehnteaus Köln von Wilhelm Caxton kommt, die Brütet zwar nicht ge-sehen, doch zu vermuthen Grund hat. Dazu auch noch 12 Ueber-setzungen in neuere Sprachen. Nach 1500 werden die Ausgabenseltener. Sie gehörig zu verzeichnen, fehlen mir die Iiülfsmittel;in den Büchern, die mir zur Hand sind, finde ich folgende notirt:Argentinae 1505 fol. (Seguier, Haller, Pritzel), Norimbergae 1509(Graesse) und 1519 fol. (Haller), Londini 1535 fol. (Seguier, Haller),Venetiis 1571 fol. (nach Ebert eine der letzten Ausgaben), Fran-cofurti 1601 (Fabricius), 1603 fol. und 1619 in 8. (Haller). Ausser-dem gedenkt Fabricius und nach ihm Grässe noch einer AusgabeParis . 1573 fol. unter dem eigenthümlichen Titel: allegoriae sivetropologiae in utrumque testamentum, die aus zwanzig statt ausneunzehn Büchern bestehen, und der des Thomas Canti pratensisWerk de proprietatibus apum beigedruckt sein soll. Wie in die-ser Ausgabe der Verfasser genannt ist, wird nicht gesagt.