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Vierter Band.
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Buch XIII. §. 11.

Zeit gleich einem Meteor wieder erlosch. Auf den Gang der Wis-senschaft im Ganzen gewann er wenig Einfluss, weil sein Haupt-werk, das Opus majus, von seinem Orden unterdrückt und strengverboten, erst im Jahr 1733 wieder ans Licht kam. Die Medi-ci n, wiewohl durch arabische Einflüsse fast mehr gehemmt alsgefördert, fand dagegen in Italien , wenigstens nach gewissen Sei-ten hin, immer noch eine unverkennbare Pflege. Man suchte denStein der Weisen oder eine gegen jede Krankheit, besonders auchgegen die Armuth heilsame Quintessenz, und fand statt ihrer man-ches auch als Heilmittel schützbare chemische Präparat. Rai-mundus Lnllus (geh. 1235, gest. 1315), ein Spanier, der sichlange Jahre in Italien aufhielt, und den wir schon (Band II, Seite350) als den Uebersetzer der Ivyraniden kennen lernten, Arnal-dus de Villanova (gest. 1313), der Commentator des Regimensanitatis Salernitanum (Band III, Seite 502) und Petrus deApono oder Abano (geb. 1253, gest. 131G), der berühmtesteZauberer seiner Zeit, waren die Koryphäen dieser seltsam erspriess-lichen Verirrung der Medicin, aus der sich nach und nach diewahre Chemie entwickelte. Andre Zweige der Medicin, dienicht ganz vernachlässigt wurden, wie namentlich die eigentliche.V p o t h e k erku ns t und die Chirurgie, übergehe ich, um nochder Landwirthschaft zu gedenken, stets einer treuen Amme derBotanik. Auch sie fand, wie wir bald sehen werden, in Italien an Petrus de Crescentiis zum ersten mal nach Palladius wieder einen würdigen Vertreter, einen Mann beides, der Wissen-schaft wie der Praxis, der, was Albert der Grosse für die generelle,Matthäus Sylvaticus für die specielle Botanik geleistet hatten, nichtohne Bereicherung zusammenfasste und in weitere Kreise, in welchedie Werke jener nicht drangen, verbreitete. Er gehört zu denWenigen, welche auch in dieser dürren Zeit die Botanik nicht un-gefördert Hessen . Auch zu Reisen in ferne Länder gabendie Handelsverbindungen der Italiäner vielfältigen Anlass. Stattvieler Reisender erinnere ich nur an Einen, der allein für vielegilt, an Marco Polo.

Es war also eine im Ganzen der geistigen Bewegung überaus