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Buch XIII. Kap. 2. §. 13.
botanische Beobachtungen sucht man bei ihnen vergeblich. Ru-bruquis , sagt man, sei der erste Europäer, welcher der Rhabar-ber als Arzneimittel erwähne *)• Ja, aber wie? Ein Nestorianerunter den Mongolen, der sich für einen Mönch ausgab, besass einStück einer Wurzel, die er Rhabarbar nannte, und mit welcher ereinige Kuren verrichtete. Rubruquis 1 2 ) hielt sich überzeugt, eswäre irgend eine heilige Reliquie aus Jerusalem , und beredete denNestorianer bei der ersten Kur, des sicherem Erfolgs wegen dieInfusion jener Wurzel mit Weihwasser zu bereiten. In einemzweiten Eall, wo die Wurzel ohne Weihwasser gegeben ward,brachte sie üble Folgen hervor. Solche Nachrichten gehörenwenigstens nicht zu den naturhistorischen.
Ganz anders Marco Polo , einer der vorzüglichsten Ent-deckungsreisenden aller Zeiten. Seine Reise war die ausgedehn-teste, lange Jahre verweilte er selbst tief in China und durchzogdies Land im Aufträge des Grosskhans in allen Richtungen; dahingelangt war er durch die Mongolei auf einem seitdem von Euro-päern noch nicht wieder betretenen Wege, die Rückreise machteer zu Wasser um Ostindien herum. Mehrerer orientalischer Sprachenwar er durch langen Gebrauch derselben vollkommen mächtig ge-worden; und wenn seine Vorgänger nach ihrer Rückkehr nur soviel berichteten als ihr Gedächtniss bewahrt hatte, so brachte erTagebücher mit zurück, welche die Grundlage seiner ausführlichenReisebeschrcibung in drei Büchern ausmachen. Er war Kaufmann ,des Handels wegen unternahm er seine Reisen; Gewandtheit TalentZuverlässigkeit verschafften ihm überall Eingang und die Gunstder Grossen, mit denen er in Berührung kam. Auch an äussernMitteln fehlte es ihm nicht, und war er schon als ein reicher Mann
1) Matthias Christian Sprengel , Geschichte der wichtigsten geographi-schen Entdeckungen u, s. w. Zweite An fl. Halle 1792. 8. pag. 298.
2) Voyage de Rubruquis en Tartarie, chap. 98, 49, in Pierre Hergero nvoyages faits principalement en Asie etc. a la Haye 1735 in 4. pag. 86, 103. Dieältere englische Uebersetzung ries noch unseüruckten Originals in Purchaspilgrimes, tom. 111, woraus Bergeron seine französische Uebersetzung machte,steht mir nicht zu Gebot.
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