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Vierter Band.
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Buch XIII. Kap. 4. §. 22.

wiesen zu haben meint, daselbst geboren, bleibt immer noch zweifel-haft, und kümmert uns wenig.

Ganz unbekannt sind das Jahr seiner Geburt und das Alter,was er erreichte. Seine im Kapitel Bruculus mitgetheilte Beob-achtung machte er im Jahr 1297, und diese Zeitbestimmung, dieeinzige, welche der Verfasser über sich selbst giebt, ist um so zu-verlässiger , weil sie in der ersten Ausgabe der Pandekten nichtmit Zahlen, sondern mit Buchstaben vollständig ausgeschriebensteht; man darf vermuthen, dass Matthäus damals mindestens 20Jahr zählte. Aus der zuletzt angeführten Urkunde bei Renzi folgtauch, dass er nicht vor 1342, also nicht, wie einige Neuere ohneAngabe ihrer Quelle behaupten, schon 1340 gestorben sein. Ober aber älter geworden, wissen wir nicht. Wäre Hallers 1 ) Behaup-tung richtig, dass schon Petrus de Abano in seinem Buche deVenenis die Pandekten citire, so Hesse sich die Erscheinungderselben bis auf wenige Jahre sehr genau feststellen; sie müsstezwischen 1309 und 1316 fallen. Denn König Robert von Sicilien,welchem die Pandectae medicinae gewidmet sind, gelangte 1309zur Regierung, und 1316 starb Petrus de Abano . Allein HallersAusdruck ist ungenau, unter den wenigen Schriftstellern, welchePetrus in jenem Buche selbst citirt, kommt weder Matthäus Syl-vaticus noch der Titel seines Werkes vor; erst hinter dem letztenKapitel, welches vom Bezoar handelt, lassen unsre Ausgaben nocheinen Anhang folgen mit der lleberschrift: ,,de lapide Bedegarex Pandectis,“ wörtlich aus den Pandekten abgeschrieben. Dasist ganz gegen Peters Art, der keineswegs zu den Compilatorengerechnet werden darf. Unstreitig veranlasste die Verwandtschaftdes Gegenstandes einen seiner Abschreiber zu dem Zusatz, derin unsre Ausgaben überging, und ursprünglich vielleicht nur eineleere Seite der Handschrift ausfüllen sollte Auch in dem grossemWerke des Petrus de Abano , im Conciliator differentiarumplnlosophorum et praecipue medicorum, suchte ich vergebens nacheinem Citat der Pandekten. Sehen wir uns nach andern Nachrich-

1) Haller biblioth. botanica I. pan. 223 unter Petrus de Apono.