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Buch XIV. Kap. 1. §. 27.
finden, um seine Freude über den Besitz auszudrücken, obgleicher wehmüthig das Buch nicht lesen zu können, sich mit seinemAnblick, seiner Umarmung begnügen zu müssen gesteht Gleich-wohl bittet er den Freund dringend um einen Hesiodos und einenEuripides . Mit gleichem Eifer, wenn auch weniger begütert, unddurch vornehme Gönner weniger unterstützt, dafür aber selbst desGriechischen mächtig, sammelte Boccaccio griechische und rö-mische Handschriften, und hinterliess zahlreiche Copien derselbenvon eigner Hand.
Aber mehr als durch ihr eigenes Sammeln wirkten beideMänner, auf die als Dichter Aller Augen gerichtet waren, durchBeispiel und Beredtsamkeit. Gelehrte, Kaufleute, Fürsten , alleStände rissen sie zu gleichem Enthusiasmus für die alte Literaturmit sich fort, und wen diese für sich selbst nicht begeisterte, derhuldigte wenigstens der Mode. Je mehr eine Bibliothek damalskostete, desto lieber zählte man sie zu den würdigsten Manifesta-tionen der Macht, des Reichthums und des feinem Geschmacks.Neben edlen Metallen und Schätzen der Kunst prangten die Pal-läste der Grossen mit Büchern, die man, begünstigt durch denblühenden weit ausgedehnten Handel Italiens, oft für hohe SummenGeldes aus nahen und fernen Ländern zusammen trieb. Wer dieMittel dazu besass, schickte gelehrte Männer eigens zu dem Zweckaus, um an entfernten Orten Handschriften entweder kaufen oderabschreiben zu lassen. Tiraboschi 1 ) ist unerschöpflich im Auf-zählen der berühmteren Bibliotheken jener Zeit, und an viele der-selben knüpfen sich zugleich die Namen Boccaccio und Pe-trarca .
Bald erneuerten sich auch die öffentlichen Bibliothe-ken des Alterthums. Der erste, der das Bedürfniss derselben mitNachdruck aussprach, war Colluccio Salutato, ein gelehrterflorentinischer Staatsmann und noch nach seinem Tode gekrönterDichter. Der erste, der seine nach damaligen Verhältnissen reiche, aus800 Werken bestehende Privatbibliothek seiner Vaterstadt Florenz
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1 ) Tiraboschi tom. V, pag. 04 sqq. ediz. Romana.