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Buch XIV. Kap. 2. §. 3G.
wenn er das Amomum der Alten in der Anastatica Ilierachun-tica erkannt haben will, die er nur in dem verschrumpften Zu-stande kennt, worin sie als Wunderwerk noch jetzt in manchenalten Apotheken und Raritätensammlungen aufbewahrt wird. DemMangel wissenschaftlicher Ordnung seines Buchs, den die Formbedingte, begegnete der Verfasser durch ein Register, welcheshinter dem Namen jeder Pflanze zugleich das Resultat der siebetreffenden Untersuchung ausspricht. Es enthält, wiewohl desBuches Text nur 183 Seiten füllt, doch gegen 350 Namen, worunterindess viele Synonyme Vorkommen. Du Petit Thouars 1 ) legt demEuricius noch eine andre botanische Schrift bei: Judicium deher bis et simplicibus medicinae etc., abgedruckt am Endedes lateinischen Dioskorides von Ruellius in der Aus-gabe zu Frankfurt 1549 in fol. Es ist aber nichts als ein Abdruckdes eben genannten zum Botanologicon gehörigen Registers.
Dies Büchlein scheint ziemlich selten und minder bekannt zusein, als es verdient. Den ausführlichen Titel einer zweiten Aus-gabe desselben, Parisiis 1551 in 12., findet man bei Pritzel. Aberdie erste Ausgabe, die ich besitze, und die Pritzel nicht selbstgesehen, ist nicht in 12., sondern in klein 8.
§. 36.
In Frankreich Johannes Ruellius .
Aus Frankreich führe ich nur Einen, aber einen der bedeu-tendsten Männer der bezeichneten Zeit und Richtung an, dessenVerdienst nur zu oft verkannt ward. Von seinem Leben kann ichwenig sagen 2 ). Geboren zu Soissons 1474, also 12 Jahr jüngerals Manardus, eben so viel älter als Euricius Cordus , und 26 Jahrälter als Brasavola, erwarb sich Ruellius einen hohen Grad huma-
1) In der Biographie universelle vol. IX\ pag . 378,
2) Die dürftigen Quellen seiner Biographie, woraus alle^Neuern schöpften,sind Jovii elogia virorum Uteris illustrium , Basil. 1371 in fol. pag. 173 , undSammarthani elogia Gallorum doctrina illustrium , wovon ich nur den Auszugin Freheri thea/rum virorum en/ditione illustrium , Xorimbergae 1688 in jol. pag ,1223 benutzen kann.