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Buch XV. Kap. 1. §. 41.
schnell einen solchen Ruf, (.lass ihn der Magistrat der Stadt Bern mit einem ansehnlichen Gehalt als Stadtarzt zu sich berief. Ernahm die Stelle an, erlag indess schon anderthalb Jahr darauf imNovember 1534 seinem Halsiibel. Vorausgesetzt, er sei mindestens20 bis 24 Jahr alt gewesen, als er in den Orden trat, und habemindestens 3 bis 4 Jahre beim Studium der Theologie in demselbenzugebracht; zu diesen 23 bis 28 Jahren ferner die 9 Jahr bis zuseiner Promotion und die 4 Jahr von da bis zu seinem Tode hin-zugerechnet, muss er, selbst ohne die vermuthliche Zeit seinerUniversitätsstudien mitzurechnen, ein Alter von 35 bis 40 Jahrenerreicht haben; und die Menge und Gediegenheit seiner Schriftenlässt eher ein höheres als geringeres Alter vermuthen.
Weil aber Otto’s Ilauptverdienst darin besteht, die erste Samm-lung treuer und wahrhaft künstlerisch ausgeführter Pflanzenabbil-dungen gegeben zu haben, so gedenken wir neben ihm wie billigauch des Malers, dessen geschickter Hand wir seine Bilder ver-danken. Nach Treviranus 1 ) nennt Brunfels selbst den Urheberder Formschnitte Hans W eydiz (Guiditius) von Strassburg einenhoch berühmten Meister; und an einem andern Ort 2 ) citirt Trevi-ranus wörtlich die Vorrede Kap. 32: „Die Formen durch den hoch-berühmten Meister Hans Weyditz von Strassburg gerissen undeontrafeyt Hessen sich wohl ansehen;“ fügt aber aus dem Anfängeder Vorrede hinzu: „An einem andern Ort klagt der Autor, erhabe den Meistern und Contrafactirern viel müssen zu- und nach-geben, dieweil die Willkühr bei selbigen gestanden zu reissen,was sie gewollt oder auch vermocht.“ Die deutsche Ausgabedes gleich näher zu bezeichnenden Werks, woraus jene Wortegenommen sind, steht mir nicht zu Gebot; in der lateinischenfinde ich sie nicht. Indess enthält letztere zwischen der Dedicationund der Vorrede eine Elegie zum Lobe des Verfassers Zeichnersund Verlegers, worin folgende Disticha Vorkommen:
1) Treviranits, die Anwendung des Holzschnitts u. s. w. Seite 9.
2) Treviranus, in den Denkschriften der botanischen Gesellschaft zu llegensbürg, Band 111, Seile 35 f.