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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 1. §. 43.

sich zum drittenmal dahin, musste jedoch auf Betrieb der den Pro-testanten in ihm verfolgenden Jesuiten noch im Herbst desselbenJahrs die Stadt wieder verlassen und in seine frühere Stellungnach Anspach zurückkehren, wo ihn der Markgraf gern wiederaufnahm. Noch in demselben Jahre brach zu Anspach die Pest,oder was man damals so nannte, aus; des regierenden MarkgrafenVater zog sich mit seiner Familie nach Kulmbach zurück, undFuchs schloss sich, es wird nicht gesagt ob freiwillig oder genöthigt,den Flüchtlingen an, mit denen er 1534 nach Anspach zurück-kehrte. Wie er sich einer spätem Epidemie durch Auswanderungzu entziehen suchte, anstatt ihr als Arzt entgegen zu treten, wer-den wir bald aus seinem eignen Munde vernehmen. Doch schon1535 verliess er seinen Markgrafen für immer, indem er einemRufe des Herzogs Albrecht von Würtemberg als Professor andessen junge Universität Tübingen folgte. Hier blieb er zwar bisan sein Ende im Jahr 1566, und lehnte einen bald darauf erfolg-ten Ruf des Herzogs Cosimo I. von Toscana an die UniversitätPisa ab, ebenso im Jahr 1538 die Bemühungen des HerzogsAlbrecht von Preussen, ihn als Leibarzt für seinen Schwager denKönig Christian III. von Dänemark zu gewinnen, von denen unserst Voigt 1 ) in Ivenntniss gesetzt hat. Allein zufrieden fühlte ersich, ungeachtet der Gunst seines Fürsten und des ausserordent-lichen Beifalls, den seine Vorlesungen fanden, auch in Tübingen nicht, sondern bestrebte sich noch in demselben Jahr 1538 aufslebhafteste, wiewohl vergeblich, durch Vermittelung seines hohenGönners Herzog Albrecht von Preussen als Leibarzt in branden-burgsche Dienste wieder aufgenommen zu werden. So trieb ihneine unaufhörliche Unruhe von der Praxis zum Lehrstuhl, den ervollkommen ausfüllte, vom Lehrstuhl zurück zur Praxis, worin erminder glücklich als mancher minder gelehrte Arzt soll gewesensein. Sein Ruf als Gelehrter war aber so hoch gestiegen, dass ihnKaiser Karl V. aus eignem Antriebe in den Adelstand erhob. Vonseinen häuslichen Verhältnissen wissen wir wenig. Im Jahr 1536

1) In der zu Anfang des Paragraphen genannten Schrift.