Buch XV. Kap. 1. §. 47. 343
des Fuchs. Allein später erschien wirklich eine französischeUebersetzung:
Histoire des plantes, en laquelle est contenue la descriptionentiere des herbes etc., par Rembert Dodoens , et nou-vellement traduite de bas Alleman en Framjois par Charlesde 1’ Esel use. Anvers 1557, nach Seguier und Haller infol. min., nach Rritzel in 4., mir unbekannt.
Dodoens selbst hat sie mit einer lateinischen Vorrede begleitet,durchgesehen, erweitert, und 133 neue Figuren dazu geliefert.Auch eine englische nach der französischen gemachte Ueber-setzung druckte derselbe Verleger Johann Vanderloe zu Ant-werpen 1578 in fol., wiederholt 1586 und 1595, und ohne Abbil-dungen noch zweimal 1600 und 1619 in fol. Einen Auszug darauslieferte der Engländer William Kam unter dem Titel: LittleDodoen, London 1606, in 4.
Um dieselbe Zeit, als die französische Uebersetzung desCruydeboeck erschien, 1557, eröffhete der Magistrat der StadtLöwen, welcher die beiden Proffessuren der Medicin an der dortigenUniversität dotirt und zu besetzen das Recht hatte, eine Unterhand-lung mit Dodoens, um ihn für eine der beiden Stellen zu gewinnen.Allein wie sehr Dodoens die medicinische Praxis mit einemäffentlichen Lehramt zu vertauschen wünschte, so waren doch dieBedingungen, welche der Magistrat ilnn stellte, so drückend, derihm angebotene Gehalt so gering, und der Gang der Unterhandlungenseiner so unwürdig, indem man sie gleichzeitig mit Mehrern an-knüpfte, dass er zurücktrat, und weil auch kein Anderer auf dieharten Bedingungen eingehen wollte, die Stelle lange unbesetztblieb.
Bisher hatte Johann Vanderloe zu Antwerpen , unverkenn-bar nur in mercantiler Absicht, alles, was Dodoens herausgab,gedruckt; von jetzt an trat letzterer mit einem andern dortigenBuchhändler, mit Christoph Plantyn, in Verbindung, und nunerst erhielten seine botanischen Werke auch in künstlerischerHinsicht den Werth, der sie über alle frühem erhob. Plantynerbot sich, die sehr beträchtlichen Kosten der Anfertigung neuer