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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 2. §. 50.

Exemplare des Werks in Syrien Persien und Aegypten bis nachMemphis hinauf verbreitet, Araber und Afrikaner (Poeni) hättensich an den Bildern darin erfreut, und in Thessalonich hätte sogarjemand eine hebräische Uebersetzung gesehen. Es bedarf jedochnicht solcher Ausschmückungen, um des Werkes Werth darzuthun,und seine Fehler zu verdecken genügen sie nicht. Aber schwer istes, gerecht über Mattioli zu urtheilen ; denn wenige Schriftstellerverbinden mit solchen Vorzügen solche Schwächen wie er, daherer bald überschwängliches Lob, bald vernichtenden Tadel erfuhr;und noch bis heute glichen sich die Meinungen über ihn nichtgegen einander aus.

Der Titel, welchen er seinem Werke gab, bezeichnet nureinen Theil des Inhalts; ausser einer Erläuterung des Dloskoridesin botanischer wie in medicinischer Beziehung, ist es zugleich,angeknüpft an den Text des Dioskorides , eine Naturgeschichtealler Pflanzen, welche Mattioli kannte, und nur leidenschaftlicheVerblendung, wie sich am härtesten in Tourneforts') Urtheil überihn ausspricht, kann den wirklich grossen Pflanzenkenner in ihmverkennen Es ist wahr, dass seine Beschreibungen an Genauigkeitund Lebendigkeit hinter denen des Clusius und Anderer zurück-stehen, so wie dass er die meisten Pflanzen, die er zuerst beschrieb,nicht selbst entdeckt hatte, sondern den Mittheilungen Andererverdankte. Doch fehlt es dem Werke keineswegs an eigenenEntdeckungen des Verfassers, zumal aus Tyrol, und manche der-selben, von ältern Botanikern verkannt, und deshalb für naturwidrigdargestellt gehalten, wurden erst von Scopoli Wulfen und neuerlichvon Moretti bestätigt. Unter den Mittheilungen, die er empfing,sind die zahlreichsten die des Luca Ghini , der selbst ein ähn-liches Werk zu schreiben beabsichtigt hatte, ihm aber das ganzedazu gesammelte Material abtrat; die interessantesten sind diedes mit dem kaiserlichen Gesandten Busbecq in Konstantinopel verweilenden Arztes Wilhelm Quakelbeen, vornehmlich aus

1 ) Ton r uefort Institutionen rei herbariae 1 , pay .