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Bach XV. Kap. 3. §. 53.
Index Dioscoridis. Ejusdem historiales campi, cum expositioneJoannis Roderici Castelli Al bi Lusitani. Antverpiae1536, in fol.
Unter beiden Titeln vermutlie icb dasselbe mir unbekannte und,wie es scheint, sehr seltene Werk, denn bei den erstgenanntenLiteratoren fehlt der letzte, bei den letztgenannten der erste Titel;und Iloffmann 1 ) sagt nur, Amatus Lusitanus hätte 1536 fol.Antv. unter seinem wahren Kamen Juan Rodriguez de Ca-stello Albo über die beiden ersten Bücher des DioskoridesAnmerkungen herausgegeben, er scheint das Buch also nicht ge-sehen zu haben. Dasselbe sagt Morejon 2 ), lässt aber das Buchin 4. erscheinen. Sechs Jahr lang hielt sich Amatus darauf zuFerrara auf, und stand mit Brasavola und den übrigen dortigenGelehrten in stetem Verkehr. Einen daselbst im Alter von 38 Jahrenerhaltenen Ruf als Leibarzt des Königs von Polen lehnte er ab,in der Hoffnung als Stadtarzt in Ragusa angestellt zu werden, zuwelcher Stelle ihn Brasavola empfohlen hatte. Um die angeknüpftenUnterhandlungen zu erleichtern, ging er nach Ancona , wo einigeeinflussreiche Ragusaner sich aufhielten, von da nach Rom , unddedicirte von hier aus dem Magistrat von Ragusa sein botanischesHauptwerk:
Amati Lusitani in Dioscoridis de materia medica librosquinque enarrationes. Venetiis apud Valgrisium 1553, in 8.— Dann Argentorati per Wendelium Rihelium 1554 in 4., undseitdem mehrmals an verschiednen Orten.
Dies Werk, so scheint es, ward ihm verhängnissvoll. Mit Anstand,doch nicht ohne einige Schärfe, hatte er darin dem Mattiolimanchen Fehlgriff vorgehalten. Dieser antwortete in einer besondern
1) Iloffmann bibliographisches Lexikon der gesammten Literatur der Griechen ,1, S. 607.
2) Morejon historia bibliogrdjica de la medicina Espanola , tom. J, pag. 100.Erst jetzt lernte ich dies Werk kennen, ein Opus poslhumi/m in 7 schwachenBänden, Madrid lb42— I>s52 in 8. Leider finde ich die historischen Angabendarin nur zu oft ungenau, und die Urtheile über naturwissenschaftliche Lei-stungen haltlos. Doch habe ich es stets gewissenhaft zu Rath gezogen.
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