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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 3. §. 5G.

band. Mit Eifer unterzog sich dieser junge Arzt und Botaniker,der sich damals in Lyon aufhielt, der anvertrauten Arbeit. Siewar indess noch nicht weit vorgerückt, als neue Religionsstreitig-keiten den reformirten jungen Mann Lyon und Frankreich zu ver-lassen nöthigten. Jetzt erst nahm sich der Buchdrucker Rouilleals kräftiger Förderer des bedeutenden Werks an, und auf seineVeranlassung: trat Desmoulins an Bauhin’s Stelle neben Dale-cbainps, der fortwährend, so weit ihm seine andern Geschäftegestatteten, das Ganze überwachte. Oeffentlich wollte jedoch Dale-champs, vielleicht im Bewusstsein der schwachen Seiten des Werks,nicht als Verfasser desselben gelten, und oft ist darin von ihmwie von einer fremden Person die Rede. So lesen wir z. B. gleichim ersten Kapitel Quercus , nach Aufzählung der bei den Altenvorkommenden Arten und der Schwierigkeiten ihrer Deutung:,,Alii aliter ista digesserunt atque explicaverunt. Qua de re quam-vis tanta sit inter doctos homines dissensio, ut de ea decideredifficile sit, tarnen ex judicio et sententia Jacobi DalechampiiMedici literatissimi et in simplicium medicamentorum cognitioneexercitatissimi, atque usu peritissimi, primum de Quercus generi-bus, deinde de caeteris glandileris arboribus dilucide atque enucleatedicam.“ Wer sprach so? Johann Bauhin , oder Desmoulins, odergar Rouille? Aber offenbar nicht Daleehamps selbst. Man hatgesagt Daleehamps sowohl wie Desmoulins, wären vor Beendigungdes "Werks gestorben, und Rouille hätte es allein zu Ende gebracht.Dem wiederspricht mit Grund Du Petit Thouars. Daleehampsstarb erst 1588, zwei Jahr nach Erscheinung des Werks, undDesmoulins übersetzte es ins Französische, muss also auch längergelebt haben. Seine Uebersetzung erschien unter folgendem Titel:

Ili stoire generale des plantes, sortie latine de la bibliotheque

de Mr. Jacques Daleehamps, puis faite fran^aise par

Mr. Jean Desmoulins. Lyon 1U15. 2 voll, in fol.

In Frankreich soll man diese Uebersetzung dem Original vorziehen.Ich kenne sie nicht.

Die Wichtigkeit des Originals ist all seiner Fehler ungeachtetunbestreitbar, und geht schon daraus hervor, dass zwei Botaniker,