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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 6. §. 65. 423

dieser Beobachtung nicht unbekannt war.“ Es ist auffallend, dasssich Morejon gleichfalls in allen drei Stellen des unpassenden Aus-drucks S exu al syst em statt Sexualität bedient. Renzi’s Werk kanner nicht gekannt haben, es ist jünger als das seinige. Sollte ihmMonti bekannt gewesen sein? oder sollte auch ihn Tiraboschi ver-leitet haben? Die Sache selbst bedarf keiner Erörterung mehr.Nirgends schiessen sonst gute Schützen ärgere Böcke als auf derPrioritätsjagd.

Sechstes Kapitel.

Die mystischen Botaniker zur Zeit der deut-schen Väter der Pflanzenkunde.

§. 65.

Theophrastus von Hohenheim genannt Paracelsus .

Nicht das Heer obscurer Obscuranten des Zeitalters führe ichmeinen Lesern vor. An solchen hat es nie gefehlt, so wie ihnennie an «iläubiiren Verehrern; die Wissenschaft schreitet achtlos anihnen vorüber. Aber auch wahrhaft geniale Männer verirren sichbisweilen in die dunklen Kegionen der Mystik und selbst desAberglaubens, und wähnen im Gefühl ihrer Ueberlegenheit überdas gewöhnliche Maas unsrer Einsicht und Thatkraft die ewigenGrenzen der Menschheit überschreiten zu können. Von ihnengehen in der Wissenschaft wie im Leben oft grosse \\ irkungenaus. .Schwache Köpfe verwirren sie wohl gar bis zur Verriiktheit,begabtere Naturen rütteln sie auf aus dem Schlendrian ausgetretenerBahnen, durchbrechen verjährte Vorurtheile, und erreichen oftglücklich, was den Vorgängern für unerreichbar galt.

Ein Mann der Art war Theophrastus von Hohenheim oder auch Theophrastus Paracelsus , wie er sich selbst baldso bald so zu unterzeichnen pflegte, ln Documenten soll er unterdem Namen Philipp von Hohenheim Vorkommen. Auf demTitel der Gesammtausgabe seiner Werke nennt ihn der Heraus-geber wie folgt: