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Vierter Band.
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Buch XV. Kap. 6. §. 65.

und zog darauf nach Villach in Kürnthen. Ausdrücklich nenntder Sohn Einsiedeln seine Vaterstadt, Kürnthen seine ITeiniath,unterschreibt sich jedoch lateinisch gewöhnlich Theophrastus ex (nicht ab) Hohenheim Eremita, so dass man doch zweifelnkann, ob Einsiedeln oder Hohenheim in Schwaben sein Geburtsortsei. Auch nennen ihn Andre bald den Schwaben, bald denSchweizer . Da er 1541 im Alter von 47 Jahren gestorben, somuss er 1493 geboren sein. Andre geben andre Zalden an, ohneGewicht. Seine frühere Bildung empfing er von seinem Vater,der ihn so früh wie möglich in der Medicin unterwiesen habenmag; denn bei dieser aufgewachsen zu sein, behauptet er selbst;in den alten Sprachen war er dagegen wenig bewandert. Dasmeiste, was von ihm lateinisch gedruckt ist, hält man für lateinischnachgeschriebene Hefte seiner deutschen akademischen Vortrüge;einiges andre soll sein treuer Famulus, der spätere BuchdruckerOporinus corrigirt haben. Die Lehrer, deren er nächst seinemVater gedenkt, waren Bischöfe, Aebte , unterandern der bekannteTrithemius Abt zu Spanheim, Alchymisten und Männer undWeiber jeden Standes; — nur kein Universitätslehrer. Zwar willer die hohen Schulen Deutschlands Italiens und Frankreichs be-sucht haben, und nennt sich utriusque medicinae Doctor; doch sprichter von den Universitäten nur um sie herabzusetzen, und als erProfessor zu Basel geworden, zweifelten seine Collegen, ob erjemals promovirt sei. Er selbst beklagt sich darüber, doch ohnedie Sache aufzuklären. Bücher rühmt er sich einmal in zehn Jahrennicht gelesen zu haben. Gelehrsamkeit und Gelehrte vernöhnt erohne allen Unterschied, und will sein Wissen und Können mü-der Natur und sich selbst verdanken, warum nicht auch den Doc-tortitel?

Eben so ungewiss wie der Gang seiner Studien sind seineReisen, durch Europa bis Schweden und Russland, durch Asien und Afrika , es wird nicht gesagt wie weit. Er selbst gedenkt in-dess nur seines Aufenthalts in Stockholm , Preussen, Litthauen,Holland, England, Spanien und Portugal , wie auch in der Wallachei,