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Buch XV. Ivap. 6. §. 65.
Me di ein, und hauchte ihr einen neuen lebendigen Geist ein;machte Epoche in der Chemie, indem er sie mit einer Reihewichtiger Entdeckungen bereicherte, von denen viele theils auchder Physik, theils der Medicin zu statten kamen, und schuf eineNaturphilosophie, die unter dem Schleier des Mysticisinusund einer wilden Phantasterei doch einen fruchtbaren Schatz achtspeculativer Gedanken verbarg. Mir ist nicht vergönnt, so man-nicbfache Verdienste gründlich zu entwickeln; auch fehlt es dazunoch immer an der rechten Grundlage, an einer streng kritischenScheidung der ächten von den untergeschobenen oder durch Zu-sätze verfälschten Schriften des Paracelsus, die Marx zwar trefflichcin^eleitet, doch nicht vollführt hat. Hier kann nur von seinenAnsichten der Pflanzennatur die Rede sein, so weit das ohne jeneGrundlage möglich ist. Auch sie sind von Rixner und Sieberin ihrer oft angeführten Schrift übersichtlich fast ganz mit desParacelsus eignen "Worten zusammengestellt, und von Satz zu Satzin der Sammlung seiner Werke nachgewiesen. Indem ich dieseArbeit dankbar benutze, bedaure ich nur, sie des Raums wegennothwendig abkürzen zu müssen, und kaum etwas Erhebliches hin-zufügen zu können.
Des Paracelsus Grundansicht von der Natur ist, dass allesKörperliche, was Gott erschaffen hat, lebe und beseelt sei, sogardie aus dem Yliaster, das heisst der Urmaterie wie aus ihremSamen hervorgegangenen Elemente, folglich auch Mineralien undPflanzen. Aber allen körperlichen Dingen, selbst den Elementenliegen drei Principien zum Grunde, Sulp hur, Sal und Mer-kur ins, wohl zu unterscheiden von unserm gemeinen SchwefelSalz und Quecksilber, wiewohl sie sich in diesen vornehmlich abspie-geln. Klar entwickelt Paracelsus diese drei Begriffe nirgends,doch scheint ihm Sulp hur das Princip der Veränderlichkeit,Verbrennbarkeit, Verflüchtigung, aber auch des Wachstliums, Saldas der Stetigkeit, Feuerbeständigkeit, Mercurius das der Flüs-sigkeit als Vermittlung jener zu bedeuten. Offenbar liegt darineine entfernte Beziehung auf die drei Aggregatzustände des Festentropfbar Flüssigen und elastisch Flüssigen . Ausser diesen dreien