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Buch XY. Kap. 6. §.
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fehlt; und was natürlichen Tode? gestorben ist, kann der Menschnicht wieder beleben. Doch was er selbst zerbricht, das kann erauch selbst wieder aufrichten, was er tödtet, wieder erwecken.Die Resuscitation des Holzes ist schwer, und nur mit grosserVorsicht und Geschicklichkeit zu bewirken, doch nicht unmöglich.Das Holz wird zu Kohle gebrannt, ferner zu Asche, dann in eineFlasche gethan und mit Resina Liquore und Oleität desselbenBaums bei gelinder Warme zerlassen. Das giebt eine mucilaginoseMaterie, worin die drei Principien des Wachsthums alles HolzesPhlegma (Mercurius) Feiste (Fett, Sulphur ) und Asche (Sal) ent-halten sind. Diese Mischung eine Zeit lang in Yentre equino(d. h. in Prerdedünger) purificirt, dann in fette Erde vergrabenoder darauf geschüttet, fängt wieder an zu grünen, und es wächstein junger Baum daraus hervor von weit edlerer Substanz als derverbrannte war'). Ich theile di< se Phantasie ganz mit, weil diesogenannte Palingenesie der Pflanzen aus ihrer Asche nochlange Zeit nach Paracelsus eine grosse Rolle spielte, sogar alsIlauptbeweis für die Auferstehungslehre geltend gemacht ward,und weil Ko pp * 2 3 ) versichert, der Irrste, der diese vor ihm nurvermuthungsweise ausgesprochene Idee verbreitet habe, sei Quer-cetanus (eigentlich Joseph du Chesne ), Leibarzt des KönigsHeinrichs IV. von Frankreich , geboren 1521, gestorben 1609, undeiner der eifrigsten Anhänger des Paracelsus. — Die Eigenschaftenund Kräfte der Pflanzen erlernt man nicht aus Dioscorides oderMacer, sondern aus der Signatur, womit die Natur jedes Gewächsgezeichnet hat. Als Beispiele werden angeführt die rothen Fleckenauf den Blättern des Wasserbluts 2 ), welches Wunden heilt, die
!) Paracelsus de natura rer um . Uber l ’l dt resuscitatione rerum nai»ralinmam Ende, Oper. lom. 11 , pay. 897.
2) Herr mann Kopp , Geschichte der Chemie, vier Theile , Braum-chweig 1843— 1847 in >f., Theil /. S. Hl und 77, S. 243.
3) Daneben steht der sonst unbekannte Name Itaphena ripariutu.Der Name Wasserblut bezeichnet aber bei Andern Polyffonum Persi-enria. Von dieser Pllanze handelt Paracelsus umständlich in seinem Her-barius (Oper. 1 . pay. KW8) als von dem wichtigsten aller Wundkrauter, und