Band 
Erster Band.
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ben wollen, sie es sorgfältig vermeiden, sich der Namen der Windezu bedienen und andere Ausdrücke gebrauchen. Sie neh-men dann ihre Zuflucht zu den Aufgangspunkten der Sonneim Sommer und im Winter ( avaro/.rj ßsocvi'j, Oriens ae-stivus, solslilialis; uv ca ob) -/cificocvi), Oriens hibemus, bru -malis). Es wäre eben so leicht, als unnütz, dergleichenBeispiele zu vervielfältigen (Polyb. I., 42, 6; III., 37, 4Plin. V., 5, 4; YI., 21, 2). Julius Cäsar sagt einfach,um eine Umschreibung in Betreff des Sonnenaufganges imSommer oder Winter zu vermeiden: Inter septentriones etorientcm solern (De Bello galt. Z, 1.)

Nach Klaproths Untersuchungen (welche er auf meineBitte angestellt und deren Ergebnisse er in einem an michgerichteten Briefe über die Erfindung des Compasses nie-dergelegt hat,) scheint bei den Chinesen die Anwendungvon der Richtungs-Eigenschaft des Magnets im Innern desLandes früher, als der Gebrauch desselben auf dem Meerestatt gefunden zu haben. Sse-ma-tlisian, ein Geschichts-schreiber zur Zeit der Zerstörung des baktrischen Reichesdurch Milhridates I., erzählt,dass der Kaiser Tsching-wangden Gesandten von Tong - king und Cochinchina , welchefürchteten, den Weg in ihre Heimath nicht wieder zu finden,(1110 Jahre vor unsrer Zeitrechnung) ein Geschenk mit 5magnetischen Wagen machte, welche mittelst des bewegli-chen Arms einer kleinen Figur, die mit einem Federkleidebedeckt war, den Süden angaben. Diesem Wagen war einHodometer beigefügt, d. h. ein Mechanismus, in welchemeine andere kleine Figur auf eine Trommel oder gegen eineGlocke schlug, je nachdem der Wagen eine Entfernung von1 oder von 2 chinesischen Li zurückgelegt hatte. Man be-sass also zu gleicher Zeit, um den Weg zu verzeichnen, denmagnetischen Rhumb oder die Richtung und das Maass desdurchlaufenen Weges. Seit dem dritten Jahrhundert n. Chr.wurden chinesische Fahrzeuge auf dem indischen Ozean nachmagnetischen Angaben regiert. Um die Reibung auf denZapfen zu vermeiden und den Nadeln eine freiere BewegungZu verleihen, machte man die Erfindung, sie auf WasserSc hwimmen zu lassen, indem man sie in sehr dünne Röhren