Band 
Erster Band.
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und centralen Regierung zugleich die Geographie und die s

linguistische Literatur. \

Bei der Erwähnung der Vortheile, welche die Kunde zAsiens (und zwar handelt es sich hier immer nur um jenen (

innern Theil des Continents, welcher den Untersuchungen \

überseeischer Reisenden fast gänzlich verschlossen geblieben,') s

aus der neueren Richtung der chinesischen Studien gezogen p

hat, darf man die von Abel-Remusat*), Klaproth**) g

und gelehrten russischen Reisenden veröffentlichten Itine- 4 C

rarien nicht mit Stillschweigen übergehen. Die ältesten r

derselben gehen auf die Dynastie Thang, d. i, ins 7. und ^

8 . Jahrhundert zurück. Diese Routiers sind um so wichti- f

ger, als die chinesische Polizei heut zu Tage mit höchst arg- s

wöhnischer Thätigkeit die südliche und westliche Grenze t

überwacht. Lieut. Burnes erzählt, dass nicht allein das t

Signalement, sondern auch das gemalte Bildniss jedes ver- r

dächtigen Fremden an die Städte Hoch - Turkestans mit der 1'

Umschrift gesandt wird:Wenn dieser Mann die Grenze 11

passirt, so gehört sein Kopf dem Kaiser und sein Vermögen f

fällt Euch zu, d. h. dem, welcher ihn festnimmt ***). Man 1

berichtet selbst, dass Moorcrofls Portrait die Mauern von i 1Yarkand ziere und dass der englische Nationalcharakter darinso wohl getroffen ist, dass dies Gemälde für jeden Lands- 1mann des berühmten Reisenden, welcher den östlichen Ab-hang des Bolor überschreiten wollte, sehr gefährlich werdenkönnte.

In der eben gegebenen allgemeinen Uebersicht von Ma-terialien, in deren Besitz wir neuerlich gekommen sind, odervon solchen, die auf eine neue Art combinirt wurden, waSgrade eben so wichtig für die orographische KenntnisSAsiens ist, muss man die Wege, welche dem gewöhnlichen

*) Mem. sur plusieurs questions relat. ä la geogr. centrale , p. 1 58.

Descript. du Tubet : 171 238. Die Anzahl dieser tftbetani'sehen Routiers beläuft sich auf 51. Vgl. die Zusätze zu diesen Wc'gerouten, welche die Hin. Ri tter und Grimm einem kostbaren Exem'plar entnommen haben, welches Hr. Neumann neuerlich aus Canto«mitgebracht (Asien , 11., 481).

***) Burnes, a. a. 0., II., 233.