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der Sand und das aufgeschwemmte Land in Mecklenburg ,Pommern und Ostpreussen Höhenzüge oder sehr hohe Pla-teaux bildet, nicht allein dem Phänomen der Dünen desalten Littorals angehören, sondern dass die ursprünglicheUrsache ihrer Bildung in einer Ortsveränderung und Auf-richtung von Kalk- und Jura-Schichten gesucht werdenmuss, welche unter dem losen Boden verborgen liegen. Dieeigenthümliche Anhäufung gut erhaltener Meeresfossilien indem Sandboden dieser Länder scheint die Nähe wirklicherFelsbänke zu beweisen, wie Hr. Leopold v. Buch auszahlreichen Analogien und durch das Studium der verstei-nerten Muscheln dargethan, welche die verschiedenen nep-tunischen Formationen charakterisiren *). Die kleine Ketteoder vielmehr das längliche Plateau desWaldai an der Grenzeder Gouvernements Nowgorod und Twer ist in diesem weitenBereich von Ebenen berühmt geworden, weil sich in seinerRichtung die Ströme theilen, deren Gewässer zum baltischenund zum caspischen Meere fliessen. Nach Beobachtun-gen an vortrefflichen Barometern von Fortin und Bunten,welche jedoch bei sehr veränderlichem Wetter observirt undnur zu Petersburg und nicht auch zu Moskau verglichenwurden, schien mir der nördliche Theil des Waldai -Plateausjenseit Nowaja Ijitza höchstens 110 *•, der culminirende Punkt,Popowa-Gora, 132 l - über dem Meeresspiegel**) zu liegen.Die alten, sehr übertriebenen Messungen des Bodens derStadt Moskau haben Alles, was bisher über die benachbartenPlateaux veröffentlicht worden, unsicher gemacht. Vorläufigbemerken wir hier nur, dass durch das Nivellement, welchesHr. v. Gerstner im Jahre 1835 als Grundlage des Baueseiner Eisenbahn von Moskau nach Petersburg ausführen liess,das mittlere Niveau des kleinen Moskwa -Fl. bei Moskau zu