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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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42 Physische Erdbeschr. Zweyt. Theil. aAbschn.

2. Das Stachelschwein. Eine Gattung miteinem Busch am Kopf. Dann

z. eine andere mit hängenden Schweinsohren,hat Stacheln wie abgestreifte Federkielen, welche es,indem es sein elastisches Fell erschüttert, gegen seinenFeind abschießen kann, und zwar so, daß es dreySchritte davon tief in das Fleisch dringet. Vonihm kommt der berühmte Pierro velPorko, oderStachelschweinbezvar. Dieser in der Gallenblasedieses Thieres erzeugte Stein ist ungefähr einen Zollim Diameter, röthlich und voller Adern, wird inGold gefaßt, um hernach ins Wasser, dem es eineblutreinigendc Kraft giebt, gehenkt zu werden. Einsolcher Bezoar ist zuweilen mit 200 Rlhlr. bezahltworden. Der Bezoar ist zehenmahl so viel Goldwerth, als er wiegt. Er ist dunkelbraun und sinktnicht wie jener, unter dem Wasser. Der Affen-bezoar ist hellgrün und ebenfalls kostbar. Inglci-chcn in dem Magen der Tauben auf den Nikobari -scheu Inseln. In dem Magen der Ochsen, Pferde,Gemsen, vornehmlich der Bczoarziege, erzeugen sichebenfalls solche Ballen, welche Blätterweis über ein-ander, wie eine Zwiebel, zusammengesetzt sind, undin deren Mittelpuncte sich etwas von unverdautenKrautern und Haaren vorfindet.