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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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95
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Neuntes Hauptstück. Das Pflanzenreich. 95

p. Medicinalische Bäume.

Die Caskarilla ve Loja oder Fieberrinde ist dieRinde eines Baumes ohnferne des Ama^nenstromes,und anderwärts in Südamerika . Es ist ein specifi-sches Mittel wider das Fieber; muß aber von derChinawurzel oder Rinde unterschieden werden. DaSSassafras ist die Wurzel eines Baumes in Florida .Das Guajak (6ummi oder R-ostna 6ua)uei) wirdin venerischen, vorzüglich gichlischen Krankheitengebraucht. Man kann den Balsam- und die Gummi»bäume zum Theil auch zu den Medicinischen Gewäch-sen rechnen. Quassia. Columpo.

9 - Einige Baume von angenehmen Früchten.

Bananas ein Krautgewächse, trägt Früchtewie Gurken, die aus dem Stamme wachsen, undzwar in einem Klumpen, wohl vierzig bis fünfzig.Der Kalabaum in Afrika und Ostindien, trägt einekastanienartige bittere Frucht, welche sehr hoch ge-schätzt wird. Sie ist etwas bitter, macht aber,wenn sie gekörnt wird, alles Getränke sehr ange-nehm. Für fünfzig solcher Nüsse kann man inSierra Lrona ein schönes Mädchen kaufen, und zehenderselben find schon ein Präsent für große Herren.Der Kakaobaum ist achtzehn bis zwanzig Fuß hoch,und wächst in vier bis fünf Stämmen. Die Frucht