Band 
Zweiter Band.
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Papa fich gegen Marino herabzieht, unweit derFontana cle 1 actjua tepidula. Graulichfchwarz,uneben von feinem Korn, im Sonnenlicht fchim-mernd, mit fchwärzlichgriinen Bändern durchzogen,wenig kleine, frifche Leucite darin, und hin undwieder fchwürzlichgrüne Augite zerftreuet. Aber nir-gends ift er von langer Ausdauer. Im Thale hinauferfcheint der Peperino überall wieder mit einergrofsen Menge jener Glimmerkugeln , aber ohneBlöcke, bis zu dem fonderbaren Ort Ilocca di Papahinauf. Hier, an dem freyen, fait fenkrechten Fel-len, hängen die Häufer, Dach auf Dach, bis obenzum Gipfel. Der einzige Heraustritt aus dem Haufeift anf die Treppe im Felfen, oder auf das Dach desNachbars . Solche Felfen kann der weiche Peperinonicht bilden.

Es ift ein lehr feftes Gcftein, Taft durchaus einreines Gemenge von Leucit und Äugit; feitenentdeckt man etwas von einer Grundmalfe; und dochzu wenig, um von ihr nähere Kennzeichen zu be-ftimmen. Die Leucite klein, fehr klein, und biszur unbemerkbaren Gröfse; deutlich kryftallifirt, abergröfstentheils mehlig , feiten glänzend. Der fchwärz-lich - und lauchgrüne Augit in grölseren und läng-lichen Kryftallen, wenig glänzend, aber nicht häu-figer. Ein fonderbares Geftein! Es ift überall voneckigen Poren durchzogen, und bildet nicht nur die-fen Felfen, 2 jQo Fufs über die Ebene von Rom,1560 Fufs über Frascati , fondern, wie es fcheint,auch den gröfsten Theil von Monte Cavo felbft.