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Zweiter Band.
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i6.

Phlegräifche Felder.

Von der Mitte der Bai von Bajä aus, zwifchen demPofilip und dem Cap Mifen, erfcheint die Sol-fatara über Pouzzol mit einem weifsen, hell-leuchtenden Kranz; ein breiter Berg, der auch fchonvon hier aus die innere Hölung verräth. Oben, naheam Gipfel, tritt ein dunkleres Band aus dem Bergehervor, und zieht fich am Abhang bis an das Ufer desMeeres, und noch im Meere hinein: ein Vorgebirge,wie das der Lava von 1794 bey Torre del Greco . DasBand ift in der ganzen Erftreckung fcharf von der hel-leren MaiTe an den Seiten gefchieden. Das ift einLavenftrom, fall noch fchöner und deutlicher, alsam Vefuv.

Wenn wir aus der Pofilipgrotte hervor den Wegnach Pouzzol verfolgen, fo wird uns lange die Stadtdurch dies Vorgebirge verdeckt. Es find grofse Feltenfenkrecht ins Meer. Das einzige fefte Geftein zwi-fchen allen den blendenden Hügelleihen von weifsem,lockerem Tuff. Der Weg geht etwa 600 Schrittlang darüber hin, dann ift das Geftein wieder ver«fchwunden. Wir können fchon von weitem rechtdeutlich erkennen, wie es auf dem Tuff liegt, undwie die ganze MaiTe von oben in fanfter Neigung her-