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1/1 (1853) Geognostische und physikalische Erinnerungen / von Alexander von Humboldt ; J. L. Gay-Lussac
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Schlünde der Vulkane (las colüeiss) werden, nach diesemalten Volksglauben, sehr richtig als Sicher Heits-Ven-tile großer unterirdischer Dampfbehälter betrachtet: ganzwie schon Strabo thut, wenn er der in Sicilien seltenergewordenen Erdbeben erwähntDas Unglück der furcht-baren Erschütterung vom 4 Februar 1797 würde nichterfolgt sein", hörte ich oft wiederholen,wenn der Gipfeldes Chimborazo sich geöffnet, wenn Tunguragua oder Coto-pari gespieen hätten,- wenn die Erde sich der Dämpfe hätteentledigen können" silssglloAsrse (le >08 vspor68).2 Ebendiese' Einsicht in den Zusammenhang der Erscheinungen sollteaber auch die Einwohner daran erinnert haben, daß Erd-stöße äußerst selten auf einen kleinen Erschütterungskreis

' Der geistreiche Geograph von Aiuasea, nachdem er von derTrennung von Sicilien und Unteritalicn durch Erdbeben gesprochenhat, fügt folgende Betrachtung (lili. VI. p. 238 Cas.) hinzu:Jetztzwar, sagt man, seitdem die Mündungen (des Aetna ) geöffnet sind,durch weiche das Feuer empvrbläst, und seitdem Glühmaffe» und Wasserhervorstürzen können, wird das Land am Meeresstrande nur selten er-schüttert. Damals hingegen, als nocki alle Ansgänge auf der Oberflächeverstopft waren, bewirkten Feuer und Luft, unter der Erde eingeschlos-sen, heftige Erschütterungen; die Erddecke» wichen endlich der Gewaltder (unterirdischen) Winde. Zerrissen, nahmen sie von beiden Seitendas Meer auf. Einige Inseln sind Bruchstücke des festen Landes;andere sind aus dem Meere, wie noch jetzt sich zuträgt, hervorgegangen.Denn die Hochsee-Jnseln (die weit hinaus im Meere liegenden) wurdenwahrscheinlich aus der Tiefe emporgehoben; hingegen die an Borge-birgen liegenden und durch eine Meerenge getrennten scheinen (ver-nunftgemäß) denn Festlande abgerissen." (Grosknr.d.)

^ Dieselben Ansichten hatte das römische Alterthum, i^ieque nlinckesl in terrs tremor qnam in nuke tonitruum; nc-c. binliis nlinckcznnm oum lulmen orumpit, inel»8o «chriu, lnclnnte et sck liUer-lntem oxiro nilenlo. Plin. II, 79. Der Keim fast zu allem, was inneueren Zeiten über die Ursachen der Erdbeben gesagt worden ist, findetsich aber bei Seneca (i>,'il. 0u,ie8l. VI, 131).