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1 (1798) Schilderung des Gebirgsvolkes vom Kanton Appenzell / von Joh. Gottfried Ebel
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und fuͤhrte mich in die entfernten Zeiten des grauen Al;terihums zurück, als die roͤmiſchen Legionen, unterDruſus Anfuͤhrung ſich in die Walder Germaniensemihieben, laͤngſt dem Rhe inſt ro meinen feſten Waſſen-platz nuch dem andeen erbauten, und endlich bis an demPunkt vordrangen, wo ein unermeßliches Woſſerbeckenihnen Schranken ſezte. Weder die unüͤberſehbaren dickenWaͤlder; die nur von dem Gebrülle des Auerochſens, unddem Geſchrei wilder Voͤlkerhorden ertonten⸗ noch die dro-henden von Schnee und Eis ſtarrenden Felſen, noch diegrauſende E indde und fuͤrg terliche Wildheit, welche uberdas Ganze herrſchte, noch das rauhe kalte Klima ſchreck-ten ſie zuruck. Sie faßten Fuß, und legten Valeriaan, das heutige Kon ſt a nz. Ihre Kuhnheit kannte keineGrenzen, und ihren Muth erſchutterte kein Hinderniß.Bald erbauten ſie hier eine Menge Fahrzeuge, und berei-teten alles, um tiefer in die unbekannten fürchterlichenWildniſſe jenſeits dieſes nie befahrnen Sees einzudringen.Die Flotte iſt endlich geruͤſtet, und ſie lauft unter Tibe-rius Anfuͤhrung von Konſtanz aus. Zum erſteumalewerden die Wellen dieſes großen Sees durchſchnitten, zumerſteumale erſchallen die ſchwarzen Waͤlder von dem Jauchszen der Krieger einer fernen ziviliſterten Nation, die ihreWaffenbrüder in das Herz der wilden Wohndrter von Bar-baren ſendet, um ſie zu zähmen, und das Vaterland getgen ihre Wuth zu ſichern. Tiberius landet an dieſerInſel, welche izt Lin dau tragt. Er erbauet eine feſteBurg, und unternimmt von hier aus ſeine kriegerischenZuge gegen die Volker Rhaͤtiens, die in der Naͤhe die;ſes Sees nach Suͤden wohnten. Nach einem ſechs jaͤhri-gen Kampfe beſiegte er dieſe Feinde It aliens welcheſchon oft aus ihren Gebuͤrgen herabgeſtiegen, und den obern

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