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bungen nach zu urtheilen, ihren Schweſtern ſehr nachzu-ſtehn. Ohne erborgten Glanz, welcher in der Ferne ſtrahlt,und anlockt, liegt ſie in ihrer einfachen Naturſchoͤnheitſtill und beſcheiden in dem Spiegel des praͤchtigſten Seesder Schweitz , und iſt, wenn gleich nicht ganz unbe-merkt, doch nicht gewuͤrdigt, wie ſie es verdient. Dieentzuͤckende Lage dieſes Eilands erhebt es uͤber die Pe—ters und ſchoͤne Inſel. Die Ueberſicht uͤber den ganzen Oberſee bis nach Bregenz am aͤußerſten öͤſtli-chen Ende uͤber dieſe 12 Stunden lange, und 3 5 Stun-den breite Waſſerflaͤche, eingefaßt von den großen Bogen-linien der fruchtbaren und belebten Ufer Schwabens und der Schweitz , und umſchloſſen nach Oſten und Suͤ-den von den Alpen Tyrols und Appenzells, uͤberdie ſich kuͤhn und trotzend in mannigfachen Geſtalten dieglaͤnzenden Felſenſcheitel erheben— dieſe Ueberſtcht undder Anblick des ſchimmernden Gemaͤldes dieſer grobenNatur in dem glatten, kryſtallklaren, und hellgruͤnen Spie-gel, iſt ſo außerordentlich blendend, und Erſtaunen erre-gend, daß ich tief meine Ohnmacht fuͤhle, ein anſchauen-des Bild davon zu entwerfen. Ein aͤhnliches Schauſpielgewährt weder der Genfer noch der Langer noch derKomer⸗See. Jeder derſelben hat ſeine eignen Schonheiten; allein ihre Form verſtattet nicht, daß man voneinzelnen Punkten ihrer Ufer oder Waſſerflaͤche den gan-zen Kryſtallſpiegel in ſeiner Laͤnge und Breite uͤberſehenkoͤnnte, welches die prachtvolle. Schoͤnheitdes Bodenſees ausmacht.
Die Inſel Mein au, als ein Huͤgel emporſteigend,hat 1 Stunden im Umfange. Sie iſt ſehr gut bebauet,und traͤgt alles, was der Menſch bedarf. Gemuͤſe und
Ovſt-