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machten in der ſtaatsbuͤrgerlichen Lage ihrer neuen Unter-thanen keine Veraͤnderungen, und die letztern ſcheinen niedas Beduͤrfnis oder den Wunſch nach denſelben gefuͤhltzu haben. Denn es iſt merkwuͤrdig, daß die Thurgau er, ſo viel mir bekannt iſt, nie an den innern Unruhender Unterthanen der verſchiednen Kantone, deren es mehrere in den letztern Jahrhunderten gab, weder Theil ge-nommen, noch durch andere Schritte ſich bemuͤhet haben,eine Aenderung ihres buͤrgerlichen Zuſtands zu bewirken.Die Feodalverfaſſung und Regierung iſt daher in dieſemTheile der Schweiz ganz in dem naͤmlichen Beſtand,wie in Schwaben , wovon das Thurg au in den entfernteſten Zeiten einen Theil ausmachte.
Der Thurgauer iſt kein freier Schweitzer, eriſt der leibeigne Unterthan ſeines Gerſchtsherrn. Die kaßtholiche Geiſtlichkeit von 18 Kloͤſtern und Stiftern in undauſſer dem Thurgau beſitzt ſiebenzig Herrſchaften undGerichsherrlichkeiten, und die Staͤdte Zuͤrch, Luzern .Stein, Konſtanz, St. Gallen, Dieſſenhofen ,Frauenfeld und eine Menge Privatperſonen beſttzenderen zwei und dreißig. Jeder dieſer Herrſchaftsherren uͤbtſeine Rechte ſelbſt oder durch Voͤgte aus Die AbteiFiſchingen, die Abtei St. Gallen , und das Stiftund Bisthum Konſtanz haben unter der Geiſtlichkeitdie meiſten Herrſchaften, Lehne, Pfarreibeſetzungen u. ſ. w.Der Biſchof von Konſtanz zieht, ſeit dem Jahre 1535,wo alle Beſitzungen und Gerichtsherrlichkeiten, welche diereiche Abtei Reichenau in dem Thurgau beſaß, vondem Pa bſt und Kaiſer zu ſeinem Bisthum geſchlagenwurden, unter allen Herrſchaftsherren die betraͤchtlichſtenEinkuͤnfte aus dieſer Landſchaft. Auch genießen das Stift
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