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1 (1798) Schilderung des Gebirgsvolkes vom Kanton Appenzell / von Joh. Gottfried Ebel
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Gänge und Hdlen zufließen. Zwiſchen den ſehr ſchroffenFelſen Roßen- und Hundsſtein liegt ein kleiner See,der nach der nahegelegnen Alpe Fählen Fählerſee genannt wird; nur eine einzige Fiſchart, die man mirGroppen nannte, ſoll ſich in demfelben aufhalten. SeinWaſſerzufluß iſt ebenfalls nicht ſichtbar, da hingegen einvoller Bach in das Thal Säntis ausläuft, der demSaͤntiſerſee die hauptſaͤchlichſte Nahrung verſchaft.Dieſer See iſt fiſchreich, und ſein Abfluß geſchieht ſuͤd-waͤrts durch einen Berg nach der Vogtey Sax, welchean der Mittagſeite der zerrißnen Appenze ller-Felfenin dem weiten Thale liegt, welches der Rhein durch-grdmt, ehe er ſich in den Bodenſee ergleßt.

Als ſich meine Augen lange genug mit innig gefuͤhl-ter Luſt an der weiten Ausſicht geweidet hatten, ſpazierteich dem Felſengipfel zu, der mir am naͤchſten lag. DerKamor, deſſen breiten gruͤnen Ruͤcken ich zu beſteigenanfieng, zieht ſich ſuͤdwaͤrts auf der Grenze des KantonAppenzells und des Rheinthals hin, und bildetden dſtlichſten Theil der hohen Alpenkette der Schweitz .Man kann ſeine Spitze; den Hohen- Kaſten ohne Ge-fahr erſteigen, und von dieſer Hoͤhe eine bei weitem aus-gedehntere Ueberſicht als auf der Ebenalp genießen. Frei-lich vermißt hier das Gefuͤhl das Reizende der landſchaft-lichen Anſicht; es wird aber dagegen durch den außeror-denlichen Geſichtskreis, und den wahrhaft einzigen An;blick der zahlloſen Felſenhoͤrner Tyrols und Kaͤrn-thens mit Erſtaunen erfuͤlt. Mein Fuͤhrer zeigte mirdie merkwuͤrdigſten noch ganz in einem Schnee- Mantel ge-huͤllten Felſenſcheitel Appen zells, den hohen-Saͤn-tis oder Obermeß mer, den Geirenſpitz, das Maur­