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Geiſtliche und Kapuziner liefen umher, ſchrieen uͤber Ver,luſt der Freiheit, und uͤber Landesverraͤtherei; ſie predig-ten gegen Suter als einen Freund der Proteſtanten undder Toleranz; ſie ſtellten Prozeſſionen an, verdammten deſ-ſen Freunde zur Hoͤlle, und verſagten ihnen die Abſolu-tion; ſie foderten die Obrigkeit zur aͤußerſten Strenge gegendie Rebellen auf, ermahnten das Volk zum Gehorſam ge-gen die von Gott geſetzte Obrigkeit, und erklaͤrten, Frei-heit und Religion gehe verloren, wenn Suter wiederLandammann wuͤrde. Auch verſichert man, ein Land-geiſtlicher habe 200 der ſtaͤrkſten Manner angeworben, umſich dem Landammann Suter mit Gewalt zu widerſetzen(wie es auch geſchah) wenn er bei der Landsgemeinde denStuhl beſteigen wolle; ein anderer Theil des Volks ſolldurch Geld und Geſchenke beſtochen worden ſeyn, um Su—-tern nicht die Stimme zu geben.
Die außerordentliche Landesgemeinde wurde 1775 imMonat Auguſt gehalten. Gleich beim Anfange derſelbengab es Unruhe; die Suterſche Parthei verlangte nemlich, daß Suter die Gemeinde eröfnen muͤſſe/ weil er nichtvom Souverän entſetzt, und daher noch regierender Land-amman ſei; die Geigeriſche Parthei widerſetzte ſich/und Geiger behauptete den Stuhl. Dieſer von demLandrath ernannte Landammann erwahnte mit keiner Syl-be weder des Prozeſſes die Säntis alp betreffend, nochder Entſetzung Suters, ſondern ſchritt ſogleich zu derWahl eines Landammanns. Suter, indem er auf denStuhl ſteigen wollte, um ſich vor dem Volke zu vertheidi—gen, wurde von der Geiger ſchen Parthei, welche denRednerſtuhl umgab, mit Gewalt zuruͤck geſtoßen. Hier-über entſtand großer Tumult, der die meiſten Landleute
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