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1 (1798) Schilderung des Gebirgsvolkes vom Kanton Appenzell / von Joh. Gottfried Ebel
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207
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ke:Suter habe in einem Wirthshauſe Außeroodensgeſagt, daß er mit einer Menge Auſſeroͤdler den Fle-cken Appenzell uͤberfallen, ſich der oͤffentlichen Gebaͤu-de bemaͤchtigen, und die Einwohner zur Behauptung ihrerFreiheit auffordern wolle. Die Geigerſche Faktionſtreute ſogleich uͤberall das Geruͤcht aus, Suter wolleAppenzell in Brand ſtecken; um die gutmuͤthigen Land-leute recht zu bethoͤren und in Schrecken zu ſetzen, ergriffman die noͤthigen Maasregeln dagegen und ſtellte Wachenaus. Alle Maͤnner, welche Roͤß als Ohrenzeugen jenerAeußerungen Suters nannte, ſchworen, daß ſie nie ſoetwas aus deſſen Munde gehoͤrt hatten. f

Dieſer Streich gelang nach Wunſch. Die PartheiSuters, welche ſich zu erheben begann, ſiel ſtaͤrker wievorher. Indeſſen waren die Verſchwornen doch nicht ru-hig; je mehr ſie Luͤge und Betrug haͤuften, deſto mehrfuͤrchteten ſie fuͤr ſich, ſo lange Suter exiſtiere. Da erin Konſtanz wohnte, und ſich ſehr oft in Außeroodenaufhielt, ſo hatte er tete Gelegenheit, mit ſeinen Landsleuten in naher Verbindung zu bleiben, ſie leicht von demGegentheil der neuen ungereimten Beſchuldigung zu uͤber-zeugen, und in kurzem alle gutgeſinnten Landleute von derGeigerſchen Faktion zu trennen, ſeitdem einmal durchdas Geſetz von 1782 die Aufmerkſamkeit des Volks regegeworden war. Die Haͤupter der Geigerianer fuͤhltenihre Schuld; um ſich zu retten, erſtiegen ſie die letzte Staf-fel aller Frevelthaten, und beſchloſſen Suters Mord.Der verfluchte Plan ward von einem Rathsherrn aus derRoode Oberegg uͤbernommen und geleitet. Dieſer fandan dem Gaſtwirth zur Krone in der Gemeinde Waldin Außerooden einen gleichniedertraͤchtigen Schurken,

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