ſage des Roß und bat beim Weggehen um Gott⸗swillen, ihm doch bisweilen einen Trunk Waſſer reichen zulaſſen. Er wurde hierauf an einem Tage dreimal auf dieFolter geſpannt; mit der groͤßten Geduld hielt er ſie aus,läugnete die Beſchuldigungen des Roß, und betheuertebei Gott, daß er die Wahrheit ſpreche. Am folgendenTage, als die Teufel, in deren Klauen der ungluͤcklicheGreis ſich befand, neue Hoͤllenmartern fuͤr ihn bereiteten,ſoll er geſagt haben: Er wuͤrde ſich der Tortur nicht mehrunterwerfen, man koͤnne von ihm glauben, was man wol—le. Wenige Tage nachher verdammte ihn der Landrathzum Tode, und erließ folgendes Urtheil gegen ihn 9 Su„ter habe den Landrath in dem Prozeß mit der Gemein„de Oberried belogen, ſeine Zuflucht zu den Landleu-ziten genommen, und dieſen geſagt: Die Herren waͤren„meineidig, ſie haͤtten's mit ihm wie Schelme und Die„be gemacht; er ſei mit einer Menge Lanoleute in die„Nathsſtube eingedrungen, und habe mit Gewalt das„Landesſiegel verlangt; er habe ſich an der Landsgemeindevrebelliſch aufgefuͤhrt/ indem er auf den Stuhlgewollt; er„habe die zwoͤlf Kantone und den Kaiſer) um Huͤlfe ange-„rufen, er habe das, was Roͤß ausgeſagt im Sinn„gefuhrt; er ſei ein Rebell und die Urſach, warum viele„Landleute an Ehr und Gut waͤren geſtraft worden; aus„allen dieſen Gruͤnden habe eine hohe Obrigkeit, um Frie-„de, Ruhe und Einigkeit im Lande wieder herzuſtellen,„durch Urtheile und Recht eat daß Suter enthaup-
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