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Zweiter Theil. Zweiten Bandes erste Abtheilung.
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III. Ordn. XV. Gart. 8L. Garten-Grasmücke. 487

eine mittelmäßig große gelbe Rübe oder Möhre (die zu großen sindgewöhnlich holzig nnd unschmackhaft), auf einem Reibeisen, thutdazu den dritten Theil so viel von gesottenem und klar zerhacktenRinderherz und eben so viel geriebener altbackner Semmel undmischt dies gut durcheinander. Weil es aber bei warmen Sommer-tagen leicht sauer wird, so muß man es dann zweimal des Tagesfrisch bereiten. Das Rinderherz kann man jedoch abgekocht in gro-ßen Stücken langer aufheben. Gelbe Rüben oder Mohren bekom-men allen ähnlichen kleinen Vögeln sehr wohl. Die srischgsfange-ncn Vogel gewöhnt man nach und nach an dieses Futter, indemman ihnen entweder Ameiseneier oder Beeren darunter mengt unddiese nach und nach, sobald sie das Futter annehmen, wegläßt.>Auch an den gezähmten Gartengrasmücken muß man ihre immerrege Eßlust bewundern ; sie kommen nicht viel yom Freßtroge weg.

Fortpflanzung.

Sie nisten in Deutschland in solchen Gegenden, wie sie obenbeschrieben wurden, in Wäldern, Feldhölzern, großen Buschwei-dengehegen, in sogenannten englischen Anlagen und in Baumgär-ten bei den Dörfern und Städten, eben so oft in der Nahe menschlicher Wohnungen, wie im einsamen Walde. Bestehet dieser auszu vielem hohen Holze , und sind die Schläge zu alt geworden, soziehen sie sich nach den Rändern desselben, vorzüglich dahin, wo ervon Wiesen begrenzt wird, und bauen hier in das niedrigere Ge-sträuch. In der Wahl des Orts, wohin sie das Nest bauen,sind sie sehr verschieden; denn bald findet man es kaum zwei Fußhoch vom Boden, bald und am öftersten mannshoch , bald gar aufniedrigen Bäumen acht bis zehn Fuß hoch. Sie verstecken eS unterallen Grasmücken am wenigsten, ja sehr oft bauen sie es sogar dichtan die gangbaren Fußsteige, so daß es jeder Vorübergehende sogleichstehen sieht. Sie bauen es gern in Himbeerstrauche, in die Kratz-beerenbüsche, in Brombeeren - und Hopsenranken, nicht so gern inSchwarz- und Weißdornbüsche, sonst aber auch in Hartriegel-Rheinweiden- (tichnsrrum vulgars) und anderes Gesträuch; in denGärten in die Lauben und hohen Hecken von Buchen u. dergl., inHimbeer- Johannisbeer- und Stachelbeerbüsche, aber nie in todteZäune, viel eher auf hohe Holunderbüsche, in die Franz- und Spa-lierbäume, selbst aus abgeköpste und beschnittene Linden und andereBaume zuweilen. In die Büsche vom Flieder (S^riuga), vomPfeifenstrauch (l'lnlaäelxliur), von Heckenkirschen (t.oriiLsia), und