Band 
Vierter Theil.
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461
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IV. Ordn. XXVIII. G. 148. Haussperling. 461

verscheucht, und genöthigt werden, sie mit einer andern zu ver-tauschen. Treten erst Fröste und Schnee ein, so ziehen sie sichin die Dörfer und Städte zurück, und sind dann den ganzenWinter in kleinern oder großen Gesellschaften, zumal auf großenLandhöfen, in den Gehöften oder auf den Straßen, und entfer-nen sich dann nie weit von denselben. Im Frühjahr stiegensie aus den Höfen, von den Häusern und Thürmen herab, ammeisten in die Gärten, besonders in die Gemüsegärten. Siesitzen dann, um auszuruhen und sich zu sönnen, gern geselligin den dichten Zweigen nahestehender Bäume, die sich noch nichtbelaubt haben, in Dornhecken und todten Zäunen.

Ihre Nachtruhe halten sie die meiste Zeit im Jahr eben-falls bei den Wohnungen, unter Dachtraufen, hinter vorstehendenBalken und Sparren, hinter Wetterbretern, in Schwalbennestern,unter Schuppen und Dächern, hinter Fensterladen, in Mauer-löchern und andern Schlupfwinkeln, wo möglich immer hoch undan den höchsten Orten, selten in nahe bei den Gebäuden ste-henden hohlen Bäumen. Es haben zwar öfters ganze Gesell-schaften ein gemeinschaftliches Nachtquartier, doch sitzen sie niesehr nahe beisammen und sie streiten sich beim Schlafengehenhäufig um die besten Plätze. Den meisten Lärm machen dabeiim Sommer die mehrentheils aus Jungen bestehenden Heerden,welche nicht in Löchern, sondern, fast so lange als Laub aufden Bäumen ist, in den Kronen recht dicht belaubter Erlen,Weiden und anderer Bäume, auf den Zweigen, gesellschaftlichübernachten und ihre Lieblingsbaume, wenn sie nicht gestört wer-den, alle Abend wieder aufsuchen. Da begeben sie sich auchAbends viel früher hin, als sonst in den Gehöften zu geschehenpflegt, ob sie gleich im Ganzen bald zur Ruhe gehen und aucherst mit Beendigung der Morgendämmerung ihre nächtliche Ruhe-stätte verlassen. Im Winter wählen sie gern die alten Nester,auch Taubenhöhlen, woraus sie die Tauben verdrängen, dazu,und polstern sie sich zum Theil von Frischem mit Federn undandern weichen Materialien.

Eigenschaften.

Im Thun und Treiben unseres Sperlings, den man baldeinen Schelm, bald einen Dieb schilt, den man grundhäßlich fin-det und mit aller möglichen Verachtung behandelt, aber selten„Vetter" heißt, zeigt sich dem aufmerksamen Beobachter vor