Band 
Fünfter Theil.
Seite
317
JPEG-Download
 

V. Ordn. XXX. Gatt. 168. Weiß-Specht. Z17

innern Fahne allemal ein schwarzer Querstreif gegenübersteht, wo-von sich ein vierter oben mit der schwarzen Wurzel vereinigt; außerdiesen bemerkt man noch an den letzteren Paaren auf der innernFahne, nahe an der Wurzel, einige weiße Randflecke, welche dielangen Unterschwanzdeckfedern verdecken; das kleine verkümmerteSeitenfederchcn ist schwarz, mit einem weißen Längefleck auf der äu-ßern Fahne, nahe am Ende. Von unten sind Schwanz- undSchwingfedern wie oben, das Schwarz nur matter, die unternFlügcldeckfedcrn weiß.

Die weißen Bänder auf den Flügeln sind viel breiter, als beimNothspecht, und wenn man den weißen Rücken dazu nimmt, soist die Zeichnung der des kleinen Buntspechts ähnlicher, alsaller andern.

Bei jüngern Männchen schimmert der dunkelgraue Grundder rothen Scheitelfedern mehr hervor, und die Schaftstriche anden Seilen der Brust sind stärker gezeichnet; auch das Weiße anden Wangen und am Halse ist schmutziger, Stirn und Brust bräun-licher, sonst alles, wie oben beschrieben.

Die Weibchen unterscheiden sich vorzüglich dadurch von denMännchen, daß sie am Kopfe nichts Rothes haben. Bei ihnen istder ganze Scheitel bis in den Nacken hinab schwarz, zwischen denAugen als Fleckchen in die rostgelblichweiße Stirn übergehend; derschwarze Bart- und Halsseitenstreif laust tief in die rvstgelblich-weiße Brust herab, löst sich an den Seiten derselben in starke schwarzeSchaftstriche oder schmale Lanzettflecke auf, welche erst abwärtsschmäler werden und endlich gegen den Schwanz zu verschwinden;das Roth des Unterleibes ist weniger schön; der weiße Unterrückenoberhalb mehr schwarzgefleckr; der rostgelbe Anflug an der Stirn,den Wangen und der Brust schwacher; sonst alles wie beim Männ-chen. Iüngere Weibchen haben noch stärkere fast gleichbreite,tiefschwarze Schaftstriche in den Seiten, der Oberrücken ist nicht sotief schwarz, der angrenzende Theil des weißen Unterrückens nurschmutzig weiß, und die weißen Bänder auf den Flügeln sind nichtso breit.

Farbe und Zeichnung der jungen Vogel, vor der erstenMauser, sind nirgends beschrieben, und auch mir unbekannt.

Aufenthalt.

Das nordöstliche Europa , vielleicht auch das angren-zende Sibirien , sind das eigentliche Vaterland unsers weiß-