Band 
Fünfter Theil.
Seite
348
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348 V. Ordn. XXX. Gatt. 171. Dreizehen-Specht.

und eben so breit. Er sieht licht bleifarbig, oben nach der Spitzezu schwärzlich, an der Wurzel der Unterkinnlade fast weißbläulichaus. Die an der Schnabelwurzel in einer Vertiefung liegendenovalen Nasenlöcher werden von einem dicken Büschel vorwärtsgerichteter, etwas gekrümmter, weiß und schwarz gemischter Bvrst-sederchen verdeckt, dergleichen sich auch noch am Kinn und sonst ander Schnabelwurzel befinden. Die Iris der lebhaften Augen istperlfarben oder silberweiß, in der Jugend blaßbraun, was sich all-mählich in jene Perlsarbe verwandelt, so daß es zuletzt nur nochals ein bräunlicher Ring um die Pupille zu sehen ist, und endlichverschwindet.

Die eigentliche Zunge ist klein, pfriemenartig spitz, hart, mitWiderhäkchen versehen, der wurmförmige Theil nur so weit aus-dehnbar, daß sie kaum etwas mehr als ^Zoll über die Schnabel-spitze hinaus vorgestreckt werden kann.

Die Füße sind, bis auf den Umstand, daß sie nur drei Zehenund auch keine Spur einer vierten haben, denen des k. melliusähnlich, etwas schwächlich, die Läufe etwas unter die Fußbeugeherab befiedert, sonst grob geschildert, die Zehenrücken mit schmä-lern Schildern dicht bedeckt, die Sohlen und starken Sohlenballengrobwarzig, die Krallen aber anders als bei jenem, ungemein groß,mondförmig, sehr stark zusammengedrückt, unten mit sehr seinenSchneiden und mit einer dünnen, äußerst scharfen Spitze. DieFarbe ist schmutziges, dunkles Bleigrau, an den Zehensohlen braun-gelblich überlaufen; die der Krallen schwarzgraue Hornfarbe. DieFußwurzel ist beinahe 11 Linien hoch; die äußere Vorderzeh über11 Linien lang, wovon auf die Kralle die Hälfte kommt, wie beider 9 bis 10 Linien langen innern Vorderzeh, die (äußere) Hinter-zeh, die längste von allen, fast 1 Zoll, wovon ebenfalls die Hälfteauf die Kralle kömmt; die innere Hinterzch (der Daumen) fehlt.

Der alte männliche Vogel hat auf der Mitte des Scheitelseinen großen, ovalen, zitrongelben Fleck, dessen Federn aber eigent-lich auf schwarzgrauem Grunde, in der Mitte, ein silberweißesMondfleckchen haben, und nur an der haarartig zerschlissenen End-hälste zitronengelb sind, durch welche jene, die Flecke wie dieGrundfarbe, durchscheinen und das Gelb etwas trübe machen; dieStirn und nächsten Umgebungen des gelben Scheitelflecks sindschwarz, mit graulichweißen mondförmigen Fleckchen; der übrigeOberkopf bis auf das Genick und in den Nacken hinab (hier spitzauskaufend), desgleichen die Wangen, schwarz; über diese hin läuft