72 XI- Ordn. XXXXVII. Gatt. 204. Kragen-Trappe.
und blieben gewöhnlich noch einige Zeit, in großer Entfernung, hin-ter kleinen Sträuchern stehen, so daß ihre Köpft darüber hinaus-ragten, der Leib aber versteckt war. Meistens fliegen sie jedoch baldauf und dicht über dem Boden horizontal fort, in etwas schwerfäl-ligem, jedoch sehr schnellem Fluge."
„Mehrentheils sahe ich vier bis fünf Stück, zuweilen aberauch noch viel mehrere beisammen, selten traf ich sie bloß paarweisean. Sie blieben meistens stumm, haben aber einen Ruf, welcherwie ra ra ra klingt, und nur selten beim Fliegen von mir ge-hört wurde.
Nahrung.
Wir wissen bloß, daß er, wie andere Trappen, von Vegeta-bilien und Insekten lebt. Ameisen scheinen ihm eine Lieblingsspeisezu sein. Bei allen von Pros. Dr. Ehrende rg untersuchten Exem-plaren fanden sich im Magen fast allein nur die Reste vieler vonjenen Geschöpfen.
Fortpflanzung.
Von dieser ist nichts weiter bekannt, als daß er 4 bis 5 Eierlegen soll; Dr. Ehrenberg konnte aber darüber nichts erfahren.
Wie es scheint, sind auch die jungen Böget dieser Art nichtvor Ablauf des zweiten Lebensjahres zeugungsfähig.
Feinde.
Man weiß, daß er von Habichten verfolgt wird, denen er,nach der Sage der Beduinen, zu seiner Vertheidigung seinen Un-rath in die Augen spritzen soll; er mag diesen aber wol nur, wieandere so verfolgte Bögel, aus Angst fallen lassen.
Jagd.
Wie schon bemerkt, waren die Kragentrappen, welche sich biszu uns verirrten, nicht scheu und daher leicht zu schießen. Dementgegen sagt aber der mehrerwahnte Reisende in Afrika und Asien :„Fast einen Monat lang bemüheten wir uns umsonst, mit derFlinte einen zu erlegen. Endlich singen der uns escortirende Be-