Band 
Siebenter Theil.
Seite
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78 XI- Ordn. XLVIII. Gatt. 295. Europ. Rennvogel.

sieht, als sei der ganze Vogel mit Jsabellfarbe übergössen, und beikeiner der andern bekannten Arten kömmt diese angenehme Farbeauf so großen Räumen und in solcher Einförmigkeit vor.

Es ist ein angenehm gebildeter, zierlicher Vogel, von Gestalthalb Regenpfeifer, halb Trappe, mit dem langen Gesicht derletztem, aber ganz eigen gestalteten Schnabel und Füßen, in derGröße ähnlich dem Mornellregenpfeifer, doch hochbeiniger, oder,unbeschadet der ganz anders gebildeten Extremitäten, von der Größeeiner Wacholderdrossel. Lange: 84 Zoll; Breite: IN Zoll;Höhe: fast 9 Zoll, Flügellänge vom Bug bis zur Spitze: 6? Zoll;Schwanzlänge: 24 Zoll.

Von den Schwingfedern ist die erste die längste, oder bei man-chen Individuen von gleicher Lange mit der zweiten, oder gar einwenig kürzer; die längsten fast spitz, die nächsten schmal zugerun-det, die der zweiten Ordnung stumpf abgerundet, die letzten (dritteOrdnung) eine lange abgestumpfte Spitze bildend. Die Spitze desruhenden Flügels ragt wenig, etwa 5 bis 6 Linien, über das Endedes trappenartigen, breiten und abgerundeten Schwanzes hinaus,dessen 14 Federn sehr breit sind und nach außen allmälich kürzer,auch schmäler werden, so daß die äußersten Seitenfedern 4 Zoll we-niger messen als die beiden mittelsten.

Der Schnabel ist von der Stirn in gerader Linie 11 Linien,über den Bogen 1 Zoll, vom Mundwinkel 14 Zoll lang, an derWurzel volle 3 Linien breit und fast eben so hoch; in der Nasen -gegend gerade, dann im sanften Bogen, sammt dem Unterschnabel,sanft abwärts gekrümmt, mit stumpfer Firste, vorn etwas platt ge-drückt, ziemlich spitz; an dem vordem Theil trappenartig hart, andem Hintern regenpfeiferartig weich; die Schneiden nach hinten sehreingezogen, am Oberschnabel daher zwischen Schneide und Nasen-loch als ein Wulst auftretend; am vordem Theile die Schneidenstach auf einander passend; der Rachen tief gespalten und weit, wiebei Trappen. Von Farbe ist er Hornschwarz, an den Schneidengegen die Spitze bräunlich, die Wurzel des Unterschnabels schmutziggelbröthlich.

Die Nasenlöcher sind sehr weit, durchsichtig, langlicheiförmig,der obere Rand etwas vorstehend. Das ziemlich große Auge hateinen dunkelbraunen Stern.

Die Füße sind hoch, schlank, die Fußwurzel unten merklichschwächer als oben, im getrockneten Zustande etwas gebogen, dasFersengelenk dick; die Zehen kurz und schwach, nur die mittelste et-