Band 
Siebenter Theil.
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314
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Z14 Xil. Ordn. 13 Gatt. 214. Mornell-Steinwälzer.

ein paar Mal dort im Mai erlegt. An den Küsten der Ost- undNordsee stellt er sich vor dem Mai nicht ein, also später als (nachFaber) auf Island . In den ersten Lagen des Juni 1819 traf ichauf den Inseln der Nordsee an der Küste von Schleswig nochmehrere auf dem Zuge an, auf Süderoog eine kleine Gesellschaft,einzelne und Päarchen auch auf andern Inseln. Am Ausfluß derElbe und besonders auf der Halbinsel Deichsand kömmt er durch-ziehend nicht selten vor, im Frühjahr öfter noch als im Herbst. Vonseinen Brüteorten an der Ostsee begiebt er sich schon zu Ende desJuli und im August hinweg und mit Ausgang des letztem Monatsbemerkt man dort keinen mehr. Faber erlegte indessen auf Island noch einen am Uten Dezember. Seine Reisen macht er mei-stens des Nachts, einzeln oder zu 2 bis 3 Stücken, seltner in etwasgroßem Vereinen, in großen Flügen nie, und, wie es scheint, immerden Seeküsten folgend. Auch hat man bemerkt, daß er an densel-ben Orten, wo er das eine Jahr häufig gesehen wurde, in einemandern nur sehr einzeln oder gar nicht vorkömmt.

Der MornBstejnwälzer ist ein Seevogel, besucht nur im Noth-sall den Strand anderer Gewässer, brütet auch nur in der Nähedes Meeres und am Strande desselben, kömmt zwar auch an grö-ßer» Landseen nicht weit von jenem, aber nie rief im Lände vor.Er liebt vorzüglich Sandboden und sandige Watten, nicht solche,welche mit Schlick (fettem, tjntenschwarzen Schlamm) bedeckt sind.Ich sahe ihn nur auf solchen von ersterer Beschaffenheit, wo sichgroße Rasenflächen anschlössen, welche mit niedrigen Gräsern bewach-sen, hin und wieder mit Haidekraut vermischt, diese aber vom wei-denden Vieh kurz gehalten waren. Er kömmt aber auch an stei-nichten Seeufem vor, und lauft oder steht oft sogar auf solchengroßen Steinen, die sehr wenig aus dem Wasser hervorragen undzum Theil mit Meergras bedeckt sind. Die durch Deutschland wandernden hat man auch nur an den sandigen und steinichtenUfern unsrer Flüsse und Landseen zu suchen, in Sümpfen und anLeichen aber nie angetroffen. Wie wenig sie sich selbst an jenengefallen und, daß sie so tief im Lande nur als Verirrte zu betrach-ten sind, sieht man aus ihrem Betragen, das Verlegenheit verräth,und macht, daß sie gar nicht scheu sind, ganz im Widersprüche mitihrem Betragen an den heimathlichen Gestaden.

In Brehm's Beitragen III. S. 72. wird gesagt, daß, nachHrn. Schilling in Greifswalde , unser Steinwalzer vorzüglichsolche Inseln liebe, welche wenig Gras, aber viel Haidekraut und