Band 
Siebenter Theil.
Seite
327
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XII. Ordn. LH. Gatt. 2!5. Europ. Austernfischer. 327

Linien darüber, bei jungen Vögeln auch, noch einige darunter. DieHöhe desselben an der Wurzel fast 9 Linien und die Breite hier 6bis 7. Linien. Die Nasenhöhle, mit einer weichen Haut bedeckt,endigt spitz gegen die Mitte des Schnabels; in ihr liegt 4^- Linienvon der Stirn das ritzförmige, gleichweite, 4 Linien lange Nasen-loch. Die Farbe des Schnabels ist bei alten Vögeln, zumal imFrühlinge, prachtvoll, an der Wurzel brennend orangeroth, weiter-hin allmählich in Orangegelb und an der Spitze in Hochgelb über-gehend, die Spitze stets Heller als der mittlere und Hintere Theil;

Rachen und Zunge hoch orangefarben oder rothgelb. Bei jungenHerbstvögeln ist der Schnabel an der Wurzel röthlichbraun, nach derSpitze zu in Horngelb übergehend und diese ebenfalls am lichtesten.

Mit zunehmendem Alter zeigt sich die Orangefarbe zuerst an derWurzel, rückt so nach und nach vor, bis der Schnabel im nächstenFrühjahr wie an den Alten wird, doch vor dem zweiten Frühjahrjene Höhe der Farben nicht erlangt. Die rothe 'und gelbe Farbedes Schnabels ist sehr dauerhaft und hält sich auch im getrocknetenZustande Jahre lang.

Das kahle Augenlidrandchen ist bei den Alten eben so hochgelbroth gefärbt, als der Schnabel an der Wurzelhälfte. Das großeneben der steilen Stirn etwas hoch gestellte Auge hat eine ungemeinschön gefärbte Iris, vom feuerigsten Karminroth. Bei jungen Herbst-vögeln ist jenes schmutzig röthlich, der Augenstern röthlichbraun.

Die Füße sind weder hoch, noch schlank, vielmehr stark undstämmicht, mit starken Gelenken, besonders an der Ferse, über diesehinauf nicht weit nackt, und haben drei ziemlich kurze, starke Ze-hen, mit breiten Sohlen, von welchen die äußere und mittelsteZeh bis zum ersten Gelenk mit einer starken Spannhaut versehenist, die sich zwischen der letzten und der innern nur als ein ganz .« »schwaches Rudiment zeigt. Ihr Uiberzug ist nur auf den Zehen-rücken geschildert, vorn an den Läufen in kleine, übrigens noch inviel feinere Schuppenschildchen zerkerbt, die Zehensohlen warzig. DieKrallen sind klein, schwach, flach gebogen, scharfrandig, das auf der In-nenseite der Kralle der Mittelzeh etwas stärker vortritt. Die Farbe derFüße ist eine höchst eigenthümliche, nicht blutroth, wie man sonstwol schrieb, auch nicht ziegelroth, sondern eine angenehme Misch-ung von gesättigter Fleischfarbe und Rosenroth; sie gehtim getrockneten Zustande in Braunroth über, wie sie frisch, aber insehr bleicher Anlage, bei jungen Herbstvögeln ist. Die Krallen sindglänzend schwarz oder auch nur braunschwarz. Der nackte Theil